Abends, wenn die Monster kommen

Rezension9. August 2013, 17:35
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Die Autorinnen eines neuen Kinderbuchs versuchen kleinere Kinder zu überzeugen, dass es im eigenen Bett doch am schönsten ist

Das Licht am Gang muss zu Hause immer leuchten. Die Türe zum Kinderzimmer darf nie geschlossen sein. Und ginge es nach den Kindern, müsste zumindest ein Elternteil - am besten natürlich beide - gleichzeitig mit ihnen schlafen gehen. Bis auf Letzteres ist alles machbar. Dennoch reicht das oft nicht, und die Kinder wandern (heimlich) ins Elternbett. Wer weiß, wie groß Achtjährige sind, ahnt, wie bequem das dann wird, so zu viert - zumal im Sommer.

In "Lukas und das Eckenmonster" geht es auch darum, dass ein Bub eben nicht allein schlafen will. Michaela Holzinger und Stefanie Reich versuchen mit ihrer Geschichte, kleinere Kinder zu überzeugen, dass es im eigenen Bett doch am schönsten ist. "Das Eckenmonster muss verschwinden. Aber dalli", wird in der Familie festgehalten - dann nach Auswegen gesucht. Lukas schlägt etwa vor, mit einem Bagger einfach die Ecken wegzureißen. Kein guter Plan.

Die Mutter will ein Bild malen und es vor die Ecke hängen. Schlechte Idee, findet der Bub. Ratsch, und das Bild wäre schon zerrissen. Am Ende wird natürlich eine Lösung gefunden. Ob die aber den vorlesenden Erwachsenen gut vorkommt, darf angezweifelt werden. Lukas hat ein Porträt seiner Mutter an die Zimmerwand gemalt. Aber keine Sorge! Es ist doch nur eine Geschichte. (Peter Mayr, DER STANDARD, Album, 10./11.2013)

Michaela Holzinger, Stefanie Reich
Lukas und das Eckenmonster
Sauerländer Verlag 2013
32 Seiten, € 15,50

  • Die Mutter will ein Bild malen und es vor die Ecke hängen. Schlechte Idee, findet der Bub.
    foto: sauerländer verlag

    Die Mutter will ein Bild malen und es vor die Ecke hängen. Schlechte Idee, findet der Bub.

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