Auch Bierkisten können nachhaltiger werden

7. August 2013, 16:56
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Werkmeister-Abschlussarbeit belegt: Die neue Zwettler-Kiste spart Ressourcen

Wien/Zwettl - Der 27-jährige Christopher Katjejowsky hat, wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, ganz offensichtlich einen Ärmel, mit dem er jede Bierkiste locker stemmen könnte. Aber Kraft war in diesem Fall nicht unbedingt gefragt - sondern Grips.

Herstellungsprozess analysiert

Katjejowsky arbeitet nämlich nicht nur bei dem Kunststoffunternehmen Rubust Plastics, das unter anderem Getränkekisten herstellt - sondern er besuchte auch am TGM, der größten HTL Wiens, die Abendschule. Im Zuge dieser Ausbildung zum Werkmeister für Betriebstechnik suchte er schließlich ein Thema für seine Abschlussarbeit, und zwar ein möglichst innovatives. Und da beschäftigte er sich mit einer Frage, die derzeit, bei Temperaturen jenseits der 30 Krügel im Schatten, sehr naheliegend ist: Katjejowsky analysierte den Herstellungsprozess der neuen Zwettler Bierkiste und konnte nachweisen, dass die neue Herstellung deutlich nachhaltiger ist.

"Diese Kiste ist leichter als das alte Modell und benötigt weniger Wasser bei der Herstellung", erklärt Katjejowsky seine bierigen Forschungsergebnisse. Eine weitere nachhaltige Verbesserung: "Das Logo wurde früher in mehreren Arbeitsgängen aufgedruckt. Bei der neuen Kiste wird das Logo gleich während der Herstellung eingearbeitet. So konnte ich belegen, dass das verbesserte Modell eine Menge Zeit, Kosten und Wasser spart." (frei, DER STANDARD, 8.8.2013)

  • Christopher Katjejowsky mit seinem Forschungsobjekt. Ob er die Bierkisten vor der Untersuchung selbst leeren musste, ist nicht bekannt.
    foto: hetzmannseder

    Christopher Katjejowsky mit seinem Forschungsobjekt. Ob er die Bierkisten vor der Untersuchung selbst leeren musste, ist nicht bekannt.

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