Quallen in der Alten Donau für Menschen ungefährlich

7. August 2013, 12:15
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Die Telefone im Haus des Meeres laufen im Moment heiß

Viele Österreicher kennen Quallen vom Urlaub am Meer. Doch immer wieder werden diese zu 99 Prozent aus Wasser bestehenden Tiere auch in Österreich gesichtet. Die hohen Temperaturen haben dafür gesorgt, dass sich die in der Alten Donau vorkommenden Süßwasserquallen fleißig vermehrt haben. Die Telefone im Haus des Meeres (HdM) laufen daher heiß. Doch es gibt Entwarnung: Diese Süßwasserart ist völlig ungefährlich. 

Auch wenn Meeresquallen großteils ungiftig sind, sollte man dennoch vorsichtig sein, empfiehlt HdM-Direktor Michael Mitic. Einen wichtigen Rat sollte man nach einer Begegnung mit einer Salzwasser-Qualle am Meer auf jeden Fall beherzigen: Nicht dem instinktiven Drang nachgeben, unter die Süßwasserdusche zu laufen. "Denn dann explodieren durch die Osmose die Nesselzellen und alles wird nur noch schlimmer", betonte der Fachmann.

Mit Essig kann man hingegen in 80 bis 90 Prozent der Fälle nichts falsch machen. Andere Hausmittel wären ein Backpulverbrei oder Rasierschaum, aber da müsse man schon wissen, mit welcher Qualle man Kontakt hatte. Zudem reagieren Menschen sehr unterschiedlich: Während manche nur ein leichtes Brennen spüren, leiden andere unter höllischen Schmerzen.

Schwierige Aufzucht von Quallen

Im Haus des Meeres kann man zum Beispiel die für den Menschen ungefährliche Wurzelmundqualle beobachten. Die Zucht und Haltung von Quallen ist übrigens nicht einfach. Die freischwimmenden Quallen produzieren, wie man es von Tieren gewohnt ist, Ei- und Samenzellen, die aber einfach ins Wasser abgegeben werden. Aus der befruchteten Eizelle entsteht eine Larve, die sich am Boden fest setzt. Daraus entsteht der Polyp. 

Dieser besteht aus einem Stiel und einem Köpfchen mit Fangarmen. Dieses Köpfchen mit den Fangarmen schnürt der Polyp ab und daraus entwickelt sich wieder eine Qualle.In einem weiteren Entwicklungsschritt erreichen sie die frei schwimmende Medusenphase. 

Die Quallen- und die Polypengeneration sind zwei unterschiedliche Lebensformen. (red, derStandard.at, 7.8.2013)

  • Die Haltung und Zucht von Quallen ist sehr aufwendig und schwierig, da immer eine aktive Wasserströmung gegeben sein muss. Aus diesem Grund werden die Quallen im Haus des Meeres in speziellen "Quallenkreiseln" gezüchtet.
    foto: haus des meeres/hans köppen

    Die Haltung und Zucht von Quallen ist sehr aufwendig und schwierig, da immer eine aktive Wasserströmung gegeben sein muss. Aus diesem Grund werden die Quallen im Haus des Meeres in speziellen "Quallenkreiseln" gezüchtet.

  • Die gepunktete Wurzelmundqualle, die man im Haus des Meeres sehen kann, ist so wie die Quallen in der Alten Donau für den Menschen ungefährlich.
    foto: haus des meeres/günther hulla

    Die gepunktete Wurzelmundqualle, die man im Haus des Meeres sehen kann, ist so wie die Quallen in der Alten Donau für den Menschen ungefährlich.

  • Qualle im Polypenstadium.
    foto: haus des meeres/herbert thill

    Qualle im Polypenstadium.

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