Flaute im Einzelhandel im Halbjahr

5. August 2013, 11:40
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Die Konsumlaune der Österreicher ist gedämpft, einzig der Lebensmittelhandel profitiert, die größte Baustelle sind Baumärkte

Wien - In den ersten sechs Monaten 2013 gingen die Umsätzein Österreichs Einzelhandel real um 1,2 Prozent zurück, nominell ergibt sich daraus ein leichtes Plus von 0,8 Prozent. Im Monat Juni ließen die Umsätze inflationsbereinigt (real) um 2,8 Prozent nach, geht aus Zahlen der Statistik Austria hervor.

Besonders schlecht ist es um die Baumarktbranche bestellt. Aber auch Möbelhändler und Elektrowarengeschäfte machten im Halbjahr weniger Umsatz. Zusammen gingen die Erlöse in diesen Branchen real um 4,1 Prozent zurück.

Kosmetikhändler mit Rückgängen

Ähnlich schlecht geht es den Apotheken und Kosmetikhändlern. Deren Umsätze sanken im ersten Halbjahr um 3,7 Prozent (real). In der Bekleidungs- und Schuhbranche gingen die Erlöse in den ersten sechs Monaten leicht um 0,2 Prozent zurück. Einzig der Lebensmittelhandel war im Halbjahr leicht mit 0,1 Prozent im Plus.

Im Juni erzielte der Lebensmitteleinzelhandel nominell ein leichtes Plus von 0,6 Prozent. Unter Berücksichtigung der Inflation ergab das ein Absatzminus in der Höhe von 2,9 Prozent. Der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wies im Juni ein Umsatzminus von 2,6 Prozent auf, dies bedeutet einen realen Umsatzrückgang von 3,3 Prozent.

Das Einzelhandelsergebnis für das erste Halbjahr 2013 wurde mit 149 Verkaufstagen – ein Einkaufstag weniger als im Vorjahreszeitraum – erzielt.

EU: Drittstärkstes Minus für Österreich

Der Einzelhandel in der EU ist im Mai in der EU um 0,3 Prozent gegenüber dem April zurückgegangen. In der Eurozone gab es ein Umsatzminus von 0,5 Prozent, geht aus den Zahlen von Eurostat hervor. Österreich verzeichnete dabei mit -1,7 Prozent den drittstärksten Rückgang hinter Estland (-3,3) und Ungarn (-1,9).

Von jenen Staaten, für die Zahlen vorliegen, fiel das Einzelhandelsvolumen in elf Ländern, blieb in Bulgarien stabil und stieg in zehn an. Die höchsten Zuwächse gab es in Malta (+1,8 Prozent), Luxemburg (+1,3) und Dänemark (+1,2).

Bei den jährlichen Veränderungen - Mai 2013 zu Mai 2012 - gab es in der EU einen Anstieg um 0,1 Prozent, die Eurozone verzeichnete dagegen ein Minus von 0,9 Prozent. Die stärksten Rückgänge entfielen dabei auf Spanien (-6,9), Slowenien (-3,6), Rumänien (-3,1) und Portugal (-2,6). Österreich folgte mit -1,8 Prozent an fünfter Stelle. Insgesamt fiel das Einzelhandelsvolumen im Jahresvergleich in sieben EU-Ländern und stieg in 15 an. Die höchsten Zuwächse wurden für Luxemburg (+27,5 Prozent), Litauen (+6,7) und Polen (+5,5) registriert. (APA, 5.8.2013)

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