Raiffeisen deutet Ungarn-Rückzug an

5. August 2013, 11:47
64 Postings

Das Geschäft in Slowenien und Ungarn wird verkleinert, sagt Karl Sevelda, Chef der Raiffeisen Bank International

Die Raiffeisen Bank International (RBI) deutet an, ihre Präsenz in Ungarn und Slowenien stark reduzieren zu wollen. Man würde nicht nur nicht wachsen, sondern "sogar schrumpfen", wird Bankchef Karl Sevelda in der "Financial Times" zitiert. Ein völliger Rückzug stehe aber "derzeit" nicht an.

Den Fokus in Mittel- und Osteuropa will Sevelda hingegen auf die sechs Länder Österreich, Russland, Polen, Tschechien, Slowakei und Rumänien legen.

Heikle Politik

Ungarn ist wegen seiner Politik und der aktuellen Wirtschaftslage ein zunehmend schwieriges Terrain für ausländische Banken. Die Haushalte sind überschuldet, immer mehr können ihre Euro- und Frankenkredite nicht bedienen, die Regierung will Schuldner entlasten. Auf Kosten der Banken.

Auf Kapitalsuche

Abseits von Standortfragen ist die RBI auch auf der Suche nach frischem Geld. Die Bank erwägt neben einer Kapitalstärkung die Beteiligung eines Fonds. "Es gibt Staatsfonds, speziell im Mittleren Osten, die immer auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten sind", so Sevelda zur Financial Times. Ein Anteil in der Höhe von "wenigen" Prozentpunkten wäre eine Option. (red, derStandard.at, 5.8.2013)

  • Man wird in Ungarn und Slowenien nicht nur nicht wachsen, sondern "sogar schrumpfen", so Bankchef Karl Sevelda.
    foto: standard/cremer

    Man wird in Ungarn und Slowenien nicht nur nicht wachsen, sondern "sogar schrumpfen", so Bankchef Karl Sevelda.

Share if you care.