Drillisch übernimmt Victorvox

7. August 2003, 10:10
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1,4 Millionen Mobilfunkkunden - Verdreifachung des Marktanteils

Das deutsche Telekommunikationsunternehmen Drillisch AG hat in Absprache mit zwei Victorvox-Gesellschaftern die Übernahme des Krefelder Mobilfunk Service Providers vereinbart. Dies gab Drillisch in einer Presseaussendung bekannt. Somit hält Drillisch einen Anteil von 71,9 Prozent an Victorvox . Über den Kaufpreis schwiegen jedoch beide Firmen. Für die übrigen zwei Victorvox-Aktionäre bestünde noch ein Vorverkaufsrecht. Dieses verfällt, wenn sie davon nicht Gebrauch machen. Dadurch trete danach die Unternehmensprüfung (Due Diligence) ein, so hieß es von Seiten des Unternehmens. Wie das Managements der Drillisch AG verlautbaren ließ, hoffe der Betrieb jedoch, dass sie sich den Verkäufern anschließen werden.

Verdreifachung des Marktanteils

Durch das Einbinden von Victorvox rechnet Drillisch mit rund 1,4 Mio. Mobilfunkkunden unter den deutschen Providern. Dies verschafft dem Unternehmen einen Marktanteil von rund neun Prozent und bringt Drillisch immer näher an die Top-drei-Position im deutschen Service Providermarkt. Beide Betriebe zusammengefasst konnten im Jahr 2002 einen Umsatz von ca. 440 Mio. Euro erwirtschaften, wovon 297 Mio. Euro auf Victorvox entfielen. Momentan beschäftigt das Unternehmen 293 Mitarbeiter. Drillischs Umsatz für 2002 betrug 144,5 Mio. Euro bei einer Beschäftigungszahl von rund 161 Mitarbeitern.

Früher "Autoradioland"

Das im Jahr 1985 als "Autoradioland" gegründete Victorvox läuft erst seit 1995 unter diesem Namen. Victorvox war im Jahr 1988 ins Mobilfunkgeschäft eingestiegen und hatte Verträge mit T-D1- und D2-Kunden abgeschlossen. Das in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz und Internetplattformen aktive Unternehmen verfügt derzeit über Providerlizenzen von T-Mobile, Vodafone, D2 und E-Plus und hat rund eine Mio. Kunden, davon 90 Prozent Mobilfunkteilnehmer. Im Gegensatz dazu steht Drillisch, das seinen Mobilfunk an die Tochterfirma Drillisch/ALPHATE übergeben hat. Diese besitzt ebenfalls Providerlizenzen von T-Mobile, Vodafone, D2 und E-Plus und konnte dieses Jahr mit 570.000 Kunden aufwarten. (pte)

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