Kritik an Diätenexplosion im EU-Parlament

1. August 2003, 14:21
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Mehrheit der EU-Staaten offenbar gegen drastische Gehaltserhöhungen

Stuttgart - Die Mehrheit der EU-Staaten wollen offenbar das neue Statut des Europaparlaments ablehnen, mit dem dessen Abgeordnete kürzlich drastische Diätenerhöhungen beschlossen haben. Wie die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf eine bisher unveröffentlichte Studie meldete, bekämen deutsche EU-Parlamentarier 1.700 Euro mehr im Monat, spanische Abgeordnete würden 5.700 Euro mehr verdienen.

Besonders drastisch wären die Folgen nach Darstellung des Blattes für Parlamentarier, die vom kommenden Jahr an die osteuropäischen Beitrittsländer vertreten. Demnach würden estnische Europaabgeordnete in Zukunft fast vier Mal so viel verdienen wie ihr Ministerpräsident. Ungarische Volksvertreter verfügten über ein 25 Mal so hohes Einkommen wie der Durchschnittsverdiener in ihrer Heimat. Die deutsche Zeitung zitierte Berliner Regierungskreise mit der Aussage, das umstrittene Abgeordnetenstatut werde "in dieser Form nicht den Europäischen Rat der Staats- und Regierungschefs passieren". (APA/AP)

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