Jagd nach mutmaßlichem Vergewaltiger beendet

1. August 2003, 10:45
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Spuren haben sich im Wald verloren - Gesuchtem dürfte die Flucht aus Österreich nach Tschechien geglückt sein

Linz - Die Fahndung nach jenem Mann, der im Verdacht steht, in Saalfelden eine Neunjährige vergewaltigt zu haben, wurde am Donnerstag in Oberösterreich beendet.

Wie Sicherheitsdirektor Alois Lißl mitteilte, konnten die rund 30 Fahndungskräfte in der Nacht im Mühlviertel an der Grenze zu Tschechien "keine Beobachtungen machen", auch Hinweise aus der Bevölkerung blieben aus. Es werde daher davon ausgegangen, dass sich der mutmaßliche Täter nicht mehr in Oberösterreich aufhält, so Lißl.

Ermittlungen konzentrieren sich auf "Zwischenstationen"

Die Ermittlungen konzentrieren sich in Oberösterreich nun auf die "Zwischenstationen" des Flüchtigen. Möglicherweise hat der 29-jährige Einbrüche verübt, die noch nicht bemerkt wurden. Durch diese Spurenauswertungen hoffen die Kriminalisten weitere Erkenntnisse über seine Fluchtrichtung zu bekommen. Zuletzt dürfte sich der mutmaßliche Täter im Bezirk Freistadt aufgehalten haben. Die Bevölkerung werde ersucht, "wahrgenommene Einbruchsversuche in diesem Gebiet unbedingt der nächsten Gendarmeriedienststelle anzuzeigen", so Lißl.

Tschechische Polizei ist informiert

Vermutlich sei es dem Mann gelungen, durch das dichte Waldgebiet nach Tschechien zu gelangen. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass er sich in Niederösterreich aufhält, sagte Lißl. Die tschechische Polizei wurde umfassend über die aktuelle Lage informiert.

Gegen den 29-Jährigen liegt ein internationaler Haftbefehl vor, er wird steckbrieflich wegen schweren Raubes gesucht und soll nach Moldawien ausgeliefert werden. In Österreich wird er der Vergewaltigung einer Neunjährigen Anfang Juli in Saalfelden in Salzburg sowie zahlreicher Einbrüche verdächtigt. (APA)

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