Festival in Ungarns "Tal der Künste"

1. August 2003, 21:35
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Sechs kleine Dörfer im Balaton-Oberland erwarten heuer mehr als 180.000 Besucher zu Musik, Theater, Tanz und Ausstellungen

Kapolcs - Sechs kleine Dörfer im Balaton-Oberland sind Schauplätze des seit 25. Juli laufenden Festivals "Tal der Künste": Kapolcs, Pula, Öcs, Vigantpetend, Taliandörögd und Monostorapati. Zum 15. Mal findet das Event statt, das als das größte Kulturfestival der Donaurepublik präsentiert wird. Dabei ähneln die Orte am Ufer des Flusses Eger einem bunten Jahrmarkt. "Im Vorjahr kamen 180.000 Besucher in das 'Tal der Künst'", heuer werden es hoffentlich noch mehr" - erklärt Balasz Galko, einer der Mitbegründer des Festivals. Es sei leicht, Künstler, Handwerker für das Festival zu gewinnen, denn es "ist bereits schick, hier aufzutreten".

An nahezu 50 Schauplätzen werden bis zum kommenden Sonntag (3. August) 800 verschiedene Veranstaltungen angeboten. Musik, Theater, Tanz, Ausstellungen. Sie finden statt in Galerien, in Kirchen, Musen, am Bachufer oder im alten Steinbruch in Öcs. Hier gastiert der Ehrengast des Festivals 2003, das berühmte Volksensemble der Stadt Debrecen. Beliebt wurde das "Tal der Künste" inzwischen auch bei ausländischen Künstlern wie Ensembles aus den USA.

Festivalzentrale Kapolcs

Sitz der Festivalzentrale ist der Ort Kapolcs. Hier dreht sich das alte Mühlrad zu den Klängen ungarischer Weisen. In der Nachbarschaft ein Spalier an Ständen mit Keramik, Kunstwerken aus Glasperlen, Malereien, Lebkuchenherzen, Holzspielzeug reihen sich dicht aneinander. Korbflechter, Schmied und Töpfer demonstrieren den Besuchern ihr Handwerk.

Gärten und Höfe in den Festivalorten wurden zu Mini-Campingplätzen oder kleinen Kneipen. Hinter den Zäunen stehen blanke Holztische und Bänke, werden Bratwürste vom Holzgrill, Bioschokolade und Honig angeboten.

Eine Tageseintrittskarte für das Tal der Künste kostet 1200 Forint (4,55 Euro). Die Einnahmen des Festivals fließen in die Sanierung der Dörfer. Im Vorjahr wurden das Kapolcser Schmiedemuseum sowie zwei Kirchen restauriert. (APA)

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