Jeden einzelnen Tauschbörsen-Nutzer zu strafen, dauert Jahrtausende

11. August 2003, 10:45
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Ein kleiner Ausflug in die Mathematik offenbart das Problem der RIAA - Es kann nicht jeder vor Gericht gezerrt werden

Ein Artikel bei "the inquirer" zeigt eine neue Seite der Problematik im Kampf der Musikindustrie gegen die Tauschbörsen-Nutzer. Würde die Recording Industry Association of America (RIAA) tatsächlich jeden einzelnen der US-P2P-User vor Gericht zitieren wollen, bräuchte die Vertretung der Musikindustrie die wenig ermutigende Zeitspanne von 2191,78 Jahren.

Ein kleiner Ausflug in die Mathematik

Die "The Inquirer"-Leserin Michaela Stephens nahm sich die Daten der Electronic Frontier Foundation (EFF) zur Hand und startete ihre Recherchen. Wenn, wie von der EFF angegeben, 60 Millionen Amerikaner Tauschbörsen nutzen, und die RIAA pro Tag 75 Anzeigen versendet, so würde die Musik-Industrie nicht weniger als 2191,78 Jahre benötigen um alle Anwender vor Gericht zu bringen.

Eine Zeit und Geld-Frage

Fraglich bleibt auch ob die RIAA über diese Zeit überhaupt besteht und wenn ob sie dann noch über die ausreichenden Geldmittel verfügen würde. Stephens rechnet dann noch einige Beispiele mit weniger zu strafenden Usern: 10.000 P2P-Nutzer würden 133 Tage der RIAA-Zeit kosten, bei 20.000 Usern wären es dann 266 Tage und in der Annahme dass jeder Zehnte gestraft werden sollte, würde man wieder auf eine astronomische Zahl von 219 Jahren kommen - sicherlich keine leichte Aufgabe für die Musikindustrie.(red)

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