Tele2 fordert mehr Wettbewerb bei Telefon-Grundgebühr

8. August 2003, 17:09
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Alternative Festnetzkunden könnten damit nur mehr eine Rechnung - inklusive Gesprächsgebühren und Grundgebühr - bekommen

Der alternative Telefonanbieter Tele2 hat nach der angekündigten Streichung des Minimumtarifs der Telekom Austria (TA) am Dienstag "mehr Wettbewerb bei der Grundgebühr" gefordert. Tele2-Kunden könnten damit nur mehr eine Rechnung bekommen, die sowohl das Grundentgelt als auch die Gesprächsgebühr beinhalte, hieß es am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Eine Rechnung

Da sich die Entbündelung nicht nur in Österreich, sondern europaweit nicht durchgesetzt habe, wolle Tele2 künftig als Großhändler Anschlussleistungen, die mit der Grundgebühr zusammenhängen, von der TA übernehmen, hieß es. Damit würden die Tele2-Kunden nur mehr eine Rechnung bekommen und nicht wie bisher zwei (von Tele2 über die Gesprächsgebühr und der TA über die Grundgebühr).

Massive Preiserhöhung bei der Grundgebühr

Die Einstellung des Minimumtarifes durch die TA bedeute eine massive Preiserhöhung bei der Grundgebühr. Bei den Grundgebühren gebe es in Österreich trotz Marktliberalisierung nach wie vor keinen echten Wettbewerb, 95 Prozent der Anschlüsse würden noch in der Hand der TA liegen. Die TA könne daher in diesem Bereich "noch immer nach Belieben agieren und ihre marktbeherrschende Stellung voll ausnützen". Bezahlen müssten dies die schätzungsweise über eine Million TA-Minimumtarif-Kunden, die ab 28. September 2003 statt bisher 14,38 Euro monatlich 17,44 Euro - also 20 Prozent mehr - für die Grundgebühr zahlen müssten, so Tele2. (APA)

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