Für rund drei Viertel der Handybesitzer gibt es keinen Urlaub ohne Handy

6. August 2003, 11:17
posten

Laut One Mobilfunkbarometer ist die Verwendung im Ausland noch beliebter als im Vorjahr

93 Prozent der Österreichurlauber nehmen ihr Handy mit in den Urlaub und auch im Ausland wollen heuer schon fast zwei Drittel nicht aufs Handy verzichten. Wichtig ist den Urlaubern ihr Handy vor allem bei Notfällen und um erreichbar zu bleiben. Im Ausland sind heuer der Kontakt mit Freunden und Familie zu Hause und das Telefonieren im Urlaubsland noch wichtiger als im Vorjahr. Dort nutzen auch schon vier von zehn Vertrags- und drei von zehn Wertkartenkunden ihr Handy zumindest einmal täglich, dies sind der Ergebnisse des neuen One Mobilfunkbarometers.

Die Urlaubsgewohnheiten

Im Rahmen des One Mobilfunkbarometers befragte das Markt- und Meinungsforschungs-institut Integral im Mai/Juni 2003 rund 1.000 Österreicher zu ihren Urlaubsgewohnheiten und verglich die Ergebnisse mit jenen vom Mai 2002. Dabei zeigt sich, dass sechs von zehn Österreichern (63 Prozent) dieses Jahr eine Urlaubsreise machen. Auch heuer wollen wieder zwei Drittel (67 Prozent) der Urlauber ins Ausland verreisen. Dabei bleibt Italien mit 25 Prozent ungeschlagener Favorit, gefolgt von Griechenland, Kroatien und Deutschland (12, 10 und 8 Prozent). Jeder dritte Österreicher (31 Prozent) bevorzugt einen Heimaturlaub.

Das Handy gehört zum Reisegepäck

Etwa drei Viertel (73 Prozent) jener, die eine Urlaubsreise planen, haben selbstverständlich auch vor ihr Handy mitzunehmen. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich, dass mehr Auslandsurlauber ihr Mobiltelefon einpacken. Nahmen 2002 noch 55 Prozent ihr Handy mit ins Ausland, sind es heuer schon fast zwei Drittel (64 Prozent). Im Inland lässt es fast niemand daheim (93 Prozent nehmen es mit). Mitgenommen wird das Handy vorwiegend für Notfälle (87 Prozent). Acht von zehn (78 Prozent) nennen die Erreichbarkeit als Grund für die Mitnahme und um zu Hause anrufen zu können, haben zwei Drittel (67 Prozent) ihr Handy im Urlaub mit dabei. Vier von zehn Handybesitzern (42 Prozent) wollen SMS bzw. MMS mit ihrem Handy aus dem Urlaub versenden bzw. diese im Urlaub auch empfangen können. Und schließlich 36 Prozent geben an, das Handy auch für Telefonate am Urlaubsort selbst zu verwenden.

Im Vergleich zu 2002 zeigt sich hier, dass für Auslandsreisende die Verbindung zu den Daheimgebliebenen (2003: 68 Prozent, 2002: 48 Prozent) und das Telefonieren im Urlaubsland viel wichtiger geworden sind (2003: 35 Prozent, 2002: 16 Prozent). Sorgen darum, dass das Handy gestohlen oder auf der Reise beschädigt werden könnte, haben weder Inlands- noch Auslandsurlauber. 95 Prozent packen ihr Alltagshandy ein und sehen keinen Grund im Urlaub ein älteres Modell zu verwenden.

Wertkartenkunden nutzen Handy heuer intensiver

Etwa vier von zehn (42 Prozent) In- und Auslandsurlaubern haben vor, das Handy einmal täglich oder öfter zu verwenden. 72 Prozent nutzen es mehrmals pro Woche. Über ein Drittel (37 Prozent) der Auslandsurlauber mit Handy greift täglich oder öfter zum Mobiltelefon, wobei die Wertkartenkunden im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Vier von zehn Vertragskunden (39 Prozent), die ihr Handy täglich oder öfter verwenden, stehen schon drei von zehn Wertkartenkunden gegenüber (2002: 37 Prozent Vertrag, 24 Prozent Wertkarte). Die Kosten verlieren die Urlauber dabei aber nicht aus den Augen, denn Sieben von Zehn (71 Prozent) verwenden ihr Handy erst am Abend und in der Nacht.

Urlaubsgrüße aus der Ferne vermehrt per SMS und MMS

Werden die Gründe für die Mitnahme des Handys auf In- und Auslandsreisen sonst kaum unterschiedlich bewertet, so zeigt sich bei SMS und MMS, dass diese im Ausland wichtiger sind. Fast die Hälfte (49 Prozent) nimmt das Handy für SMS- bzw. MMS-Nutzung ins Ausland mit, aber nur 31 Prozent der Österreichurlauber finden das wichtig. Bei Urlaubsgrüßen aus dem Ausland laufen SMS bzw. MMS der altbewährten Ansichtskarte sogar bald den Rang ab, denn schon 44 Prozent der Auslandsurlauber verschicken ihre Urlaubspost per SMS bzw. MMS (Ansichtskarte: 53 Prozent). Ein Drittel ruft zu Hause an und nur jeder Siebente schickt liebe Grüße per E-Mail.(red)

  • Artikelbild
    foto: one
Share if you care.