Microsoft bereinigt Xbox-Patentstreit

6. August 2003, 11:28
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Softwareriese zahlt 26 Mio. Dollar und beteiligt sich an Immersion

Microsoft hat einen seit eineinhalb Jahren schwelenden Patentstreit mit Immersion beendet und wird dem kalifornischen Softwareunternehmen insgesamt 26 Mio. Dollar zahlen. Damit kann Microsoft die von Immersion entwickelten haptischen (Berührungs-) Technologien für seine Xbox verwenden und wird sich darüber hinaus mit zehn Prozent an dem Unternehmen beteiligen. Eine Patentklage von Immersion gegen den japanischen Sony-Konzern bleibt dagegen aufrecht, teilte das Unternehmen mit.

Touch

Immersion hatte Microsoft und Sony im Februar vergangenen Jahres wegen Verletzung der Rechte an seinen haptischen Technologien verklagt. Diese Berührungs-Technologien kommen unter anderem bei Spielemaschinen, medizinischen Geräten und in PCs zum Einsatz. Bei Spieleboxen können damit etwa Explosions-Vibrationen auf dem Joystick simuliert werden.

Kein Schuldeingeständnis

Aufgrund der nunmehr erzielten Einigung kann Microsoft die Immersion-Technologien in seinen Betriebssystemen, Handhelds, allen weiteren Plattformen sowie allen gegenwärtigen und zukünftigen Produkten und Dienstleistungen einsetzen. Mit der Einigung ist - wie in solchen Fällen üblich - kein Schuldeingeständnis Microsofts verbunden. Das Abkommen des Softwareriesen gilt als konsequenter Schritt in seinen Bemühungen, alle ausständigen Rechtsklagen der Vergangenheit beizulegen. So laufen derzeit nach Informationen des Wall Street Journals alleine 30 Patentklagen gegen den Redmonder Konzern. (pte)

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