Salzburgs Bildende-Kunst-Festspiele

12. August 2003, 14:10
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Auch wenn es die Prinzessinnenmagazine nicht bemerken: Sogar in Salzburg gibt es im Sommer Kultur neben den Adabeifestpielen. Oskar Kokoschka war es, der vor 50 Jahren die "Schule des Sehens" - heute "Sommerakademie" (www.summeracademy.at) - schuf. Die Festung war stets Atelier, heute wirkt und werkt ein unüberschaubarer, bunter Haufen von Künstlern aber längst auch in Steinbrüchen um Salzburg und den Alten Salinen in Hallein. Lehrer sind internationale Größen der Foto-, Bildhauerei-, Video- oder Installationsszene und namhafte heimische Kräfte, etwa Hermann Nitsch. Im Gegensatz zu zahllosen Kunstakademien, die nach Salzburger Vorbild entstanden, braucht Sommerakademie-Chefin Barbara Wally nicht zu werben, sondern muss Bewerberinnen und Bewerber ablehnen. Und der Akademie "passieren" dann sozusagen Vernissagen. Etwa jene, zu der der Prager Maler, Komponist, frühe Fluxus-Aktivist, einstige Regimekritiker, ehemalige Generaldirektor der Prager Nationalgalerie und Sommerakademie-Malerei-Dozent Milan Knizák in den Tagen des Festspielbeginns nach Hallein bat. (DER STANDARD, Printausgabe, 29.7.2003)
  • Sommerakademie, Wally und Milan Knizák: eine Schule
des Sehens, nicht des Gesehenwerdens.
    foto: der standard/rottenberg

    Sommerakademie, Wally und Milan Knizák: eine Schule des Sehens, nicht des Gesehenwerdens.

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