Ärger mit dem Weltkulturerbe-Komitee auch in Köln

1. August 2003, 11:19
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Hochhausprojekt könnte - wie in Wien - Stadtbild zu sehr verändern - Status des Doms bedroht

Köln - Nach Wien könnte auch Köln wegen eines Hochhausprojekts Probleme mit dem UNESCO-Welterbekomitee bekommen: Ein geplanter Neubau auf der rechten Rheinseite bedroht möglicherweise den Status des Kölner Doms als Weltkulturerbe. Die UNESCO habe Bedenken gegen ein geplantes 103 Meter hohes Bürogebäude im Stadtteil Deutz geäußert, sagte ein Sprecher der Stadt am Montag und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Das geplante Hochhaus könne das Stadtbild zu sehr verändern. Bei der Planung des neuen Gebäudes habe die Stadt möglicherweise städtebauliche Zusagen für die Aufnahme des Doms als Weltkulturerbe nicht beachtet.

In Wien war es auf Grund von Hochhausplänen beim Bahnhof Wien-Mitte zu Problemen mit der UNESCO gekommen. Nach einer von Denkmalschützern, Architekten und Lokalpolitikern emotional geführten Hochhaus-Diskussion erklärte der Bauträger im März schließlich das Aus für die bis zu 97 Meter hohen Türme. Lediglich der 87 Meter hohe City-Tower der Immofinanz wird fertig gebaut. Damit konnte die Wiener Innenstadt weiter Weltkulturerbe bleiben, wie die UNESCO Anfang Juli entschied. (APA/dpa)

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