Wien bekommt neue Müllverbrennungsanlage

1. August 2003, 21:33
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Architekturwettbewerb entschieden - Aufnahme des Probebetriebs für 2008 geplant

Wien - Die geplante dritte Wiener Müllverbrennungsanlage (MVA) kann als Modell bereits besichtigt werden. Der Architekturwettbewerb für den Müllofen in Simmering ist abgeschlossen, als Sieger ging eine Bietergemeinschaft hervor. Auf eine künstlerische Fassadengestaltung - nach Vorbild der "Hundertwasser-MVA" Spittelau - wurde verzichtet. Die offiziell MVA Pfaffenau genannte Anlage ist eine schlichter Zweckbau.

Kosten: 180 Millionen Euro

Die Baukosten für die neue thermische Abfallverwertungsanlage werden sich nach Angaben Kossinas auf rund 180 Millionen Euro belaufen. Die MVA soll jährlich 250.000 Tonnen Restmüll verbrennen können. Die bestehenden Wiener Anlagen am Flötzersteig und an der Spittelau bleiben erhalten.

Ab 1. Jänner 2004 verbietet das Abfallwirtschaftsgesetz die Direktdeponierung von unbehandeltem Hausmüll. Der Landeshauptmann kann dieses Verbot zwar bis 2008 aufschieben, während dieser Frist steigen laut Kossina aber die gesetzlich vorgeschriebenen Altlastenbeiträge für den deponierten Müll stark an. Die Strategische Umweltprüfung (SUP) zum Wiener Abfallwirtschaftsplan habe dazu ergeben, dass das Müllaufkommen in Wien in Zukunft zunehmen werde. Der Ausbau der thermischen Abfallverwertung sei die logische Konsequenz gewesen.

Wettbewerbssieger

Der nun entschiedene Architekturwettbewerb ist Anfang 2003 ausgeschrieben worden. 33 Architekturbüros haben sich beteiligt. Als Sieger ging der Entwurf der Architekten Sne Veselinovic, Herbert und Erwin Resetarits hervor. Ihnen sei es gelungen, die MVA Pfaffenau so zu gestalten, dass sich das Gebäude wunderbar in die Landschaft einfüge und trotzdem die Bedeutung und Wichtigkeit des Projektes ausdrückt werde, hieß es in der Jury-Entscheidung. (APA)

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    Ein Modell der geplanten Müllverbrennungsanlage Pfaffenau.

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