Kraftwerk an der Schwarzen Sulm wird Fall fürs Gericht

2. August 2013, 17:56
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Grünpolitikerin geklagt – WWF will Stopp des Projektes

Graz - Die Auseinandersetzungen um das geplante Kraftwerk an der Schwarzen Sulm im weststeirischen Bezirk Deutschlandberg werden nun auch auf Gerichtsebene verlagert. Die Kraftwerkswerber klagen Gegner des Projekts, darunter die Landtagsklubchefin der steirischen Grünen, Sabine Jungwirth. Die Politikerin wird auf Unterlassung geklagt. Streitwert: 65.000 Euro. Für Projektwerber Peter Masser ist "das Fass voll". Es sei mit den Grünen stets ein Konsens gesucht worden, "die ständigen Behauptungen, dass die Sulm unwiederbringlich zerstört würde, sind einfach unrichtig".

WWF sieht "Akt der Verzweiflung"

Der WWF sieht die Klage der Kraftwerksplaner jedoch als "Akt der Verzweiflung", zumal sowohl das Umweltministerium als auch die EU bereits klargestellt hätten, dass die Schwarze Sulm zu schützen sei. Trotzdem habe das Kraftwerksprojekt aufgrund eines Formalfehlers vorübergehende Rechtskraft erlangt. WWF-Flussexperte Christoph Walder appellierte am Freitag an das Umweltministerium und Landeshauptmann Franz Voves: "Minister Berlakovich und Landeshauptmann Voves müssen dem Spuk endlich ein Ende bereiten und eine Weisung erteilen, welche die Bauarbeiten sofort stoppt und dem Projekt ein Ende setzt." (mue, DER STANDARD, 3./4.8.2013)

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