Bei Microsoft ist "das klassische Büro tot"

2. August 2013, 17:58
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Microsoft Deutschland setzt verstärkt auf Heimarbeit - Modell seit zwei Jahren in Österreich im Einsatz

Nur wenn Leute sich von Angesicht zu Angesicht begegnen, entstehen bahnbrechende neue Ideen und Produkte, lautet das Credo von Yahoo-Chefin Marissa Mayer. Kurz nachdem sie den Posten übernahm, holte sie die Yahoo-Heimarbeiter zurück in die Büros und trat damit eine breite Diskussion über die Arbeitswelt von heute los.

"Prinzip der Vertrauensarbeitszeit"

Microsoft-Österreich geht hingegen andere Wege. Die Mitarbeiter können schon länger selbst bestimmen, ob sie zu Hause oder im Büro arbeiten. Diesem Pfad folgt nun auch Microsoft-Deutschland. Für das Unternehmen ist "das klassische Büro tot", wie man in einer Aussendung betont.  Auch die rund 2700 Mitarbeiter von Microsoft in Deutschland können künftig individuell entscheiden wo sie arbeiten. Man setzt auf das "Prinzip der Vertrauensarbeitszeit" und "moderne Kommunikationsmittel wie Videokonferenzen".

Klare Entscheidung 

Zudem will sich das Softwareunternehmen auf drei Hauptstandorte in München, Köln und die neue Präsenz in Berlin konzentrieren. Die Standorte in Böblingen, Bad Homburg und Hamburg werden aufgelöst. Dieser Umbau sei eine klare Entscheidung für die flexible Arbeit im Home-Office, hieß es.

Mit der flexiblen Arbeitsweise sollen die eigenen "Regelwerke den Lebenswirklichkeiten angepasst" werden, hieß es in einer internen Mitteilung. "Wir werden mit dem neuen Standort-Konzept keine Mitarbeiter abbauen, sondern unsere Ressourcen besser nutzen", sagte Anja Krusel aus der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland.

Schweiz und Holland

Auch bei den Niederlassungen in der Schweiz und Holland kommt dieses Modell schon seit Jahren zum Einsatz. Bei Mitarbeitern kommt es - obwohl es den Teamgeist senkt - durchaus gut an.  (sum, derStandard.at, 2.8. 2013)

  • Das Microsoft-Office in Wien
    foto: microsoft

    Das Microsoft-Office in Wien

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