Googles Chromecast im Test

4. August 2013, 10:05
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Großes Potential trifft äußerst einfache Nutzung und Browser-Bonus - App-Angebot muss noch wachsen

Bereits seit Monaten waren Gerüchte kursiert, dass Google an einem Nachfolger für sein nach zahlreicher Kritik schnell wieder eingestampftes Nexus Q arbeitet. Was dann vor kurzem vorgestellt wurde, war aber trotzdem für die meisten eine Überraschung. Mit dem Chromecast liefert das Unternehmen einen HDMI-Stick, der um einen Preis von gerade einmal 35 US-Dollar den einfachsten Weg bieten soll, Online-Inhalte auf den Fernseher zu bringen. So zumindest das Versprechen des Unternehmens.

Test

Ob man dieses einlösen kann, und was das Chromecast sonst noch so zu bieten hat, soll im folgenden einer ausführlichen Betrachtung unterzogen werden. Zuvor noch eine Anmerkung: Das Chromecast ist derzeit nur in den USA erhältlich, der WebStandard hat sich über den Weg des Eigenimports direkt von dort besorgt. Wann und ob Chromecast offiziell nach Österreich kommt, ist eine Frage, zu der sich Google derzeit nicht äußern will.

Auftreten

Rein äußerlich präsentiert sich das Chromecast wie ein größerer USB-Stick. Die Abmessungen von 72 x 35 x 12 mm und das Gewicht von 34 Gramm bekräftigen diesen Eindruck noch. Das Hardware-Setup beschränkt sich darauf das Gerät an einen freien HDMI-Slot beim Fernseher anzustecken und die USB-Stromversorgung anzuhängen. Letztere ist zwingend notwendig, entgegen diversen kursierenden Berichten funktioniert das Chromecast auch mit HDMI 1.4 Ports nicht ohne externe Stromversorgung, da diese schlicht nicht genügend Strom liefern. Der Strom kann entweder direkt aus der Steckdose oder aus einem etwaig vorhandenen USB-Port des TVs bezogen werden.

Verlängert

Aufgrund der Größe des Chromecast könnte es bei manchen Geräten passieren, dass nicht ausreichend Platz zum Einstecken da ist. Für diesen Fall wird ein HDMI-Verlängerungskabel mitgeliefert, das falls nötig auch als Antenne zur Verstärkung des WLAN-Empfangs dienen kann. Apropos WLAN: Das Chromecast unterstützt ausschließlich 2,4-GHz-Netzwerke (802.11 b/g/n), das 5-GHz-Spektrum kann also nicht gemeinsam mit dem Gerät genutzt werden.

Setup

Danach folgt die Einrichtung des Chromecast - und hier hat Google wirklich hervorragende Arbeit geleistet: Es reicht von einem Rechner im lokalen WLAN die Setup-URL aufzurufen, schnell mal einen Passcode zwischen Fernseher und Rechner abzugleichen und das lokale WLAN für das Chromecast freizugeben - das war es auch schon. Alle Schritte erfolgen bequem über das Web-Interface, und sind in einer Minute erledigt. Viel einfacher geht es eigentlich nicht mehr.

Betriebssysteme

Für das Setup schreibt Google die Nutzung von Chrome unter Windows oder OS X vor,  Linux wird hingegen nicht erwähnt. Die im Verlaufe der Einrichtung angebotene, offizielle Chrome-Erweiterung funktioniert in Folge aber auch unter dem freien Betriebssystem problemlos. Ebenfalls offiziell unterstützt wird das Chromebook Pixel, weitere Chrome-OS-Geräte sollen folgen.

Android

Und dann gibt es noch eine eigene Chromecast-App für Android, mit der sich das Setup ebenfalls abwickeln lässt. Deren Installation sei überhaupt angeraten, lässt sich darüber doch die eine oder andere Einstellung vornehmen. Neben dem Wechsel auf ein anderes WLAN, ist es etwa möglich, auf diesem Weg einen Neustart oder gar einen Factory Reset vorzunehmen. Eine iOS-App mit deckungsgleicher Funktionalität soll in Kürze folgen.

Streaming

Prinzipiell gibt es zwei unterschiedliche Nutzungsmodi des Chromecast, wovon der erste praktisch deckungsgleich mit dem Ansatz des Nexus Q ist, und sich ganz auf das Streamen von Online-Inhalten konzentriert. Apps, die Chromecast unterstützen - und wir sprechen hier sowohl von mobilen als auch von Browser-Apps - bieten automatisch einen zusätzlichen Knopf an, über den die Ausgabe an den Fernseher weitergereicht werden kann. Die eigentlich App wird dann in Folge zu einer Art Fernsteuerung für das Geschehen am TV. Bei Smartphones und Tablets lässt sich die Lautstärke sogar direkt über die entsprechenden Knöpfe am mobilen Gerät regulieren.

Ablauf

Wie dies im Konkreten dann aussieht, lässt sich beispielsweise an Youtube ganz gut beschreiben: Nach dem Klick auf den erwähnten Knopf muss nur mehr das zur Ausgabe gewünschte Chromecast-Gerät (Wer will kann also mehrere Chromecasts in einem Netzwerk betreiben, Anm.) gewählt werden, und schon beginnt die Ausgabe am TV.

TV: On

Ein besonderer Clou: Bei aktuellen Fernsehern kann das Chromecast dank HDMI-CEC den TV selbst einschalten, und den richtigen Kanal aktivieren. Dies funktioniert allerdings nur, wenn der HDMI-Stick direkt über die Steckdose gespeist wird, da die USB-Ports des TVs im ausgeschalteten Zustand nicht mit Strom versorgt werden - und damit auch das Chromecast nicht läuft, um entsprechende Befehle zu empfangen. Insofern ist die Variante mit der externen Stromversorgung auch jene, die Google explizit empfiehlt

Abwarten

Die Verzögerung vor dem Start des Abspielens ist zwar merklich, mit 1-3 Sekunden aber nicht über die Maßen problematisch. Eher nervt da schon, dass es auch beim Springen zu einem anderen Punkt in einem Video immer wieder mal kleine Wartezeiten gibt.

Bildqualität

Die Qualität kann sich dafür uneingeschränkt sehen lassen: Videos werden in 1080p dargestellt, und dies vollkommen ruckelfrei. Dies wird möglich, da die Inhalte direkt von den Youtube-Servern auf das Chromecast gestreamt werden, die App gibt hier eigentlich nur eine URL weiter. Dieser Ansatz hat zudem den Vorteil, dass Smartphone oder Tablet während der Wiedergabe uneingeschränkt weitergenutzt werden können - was bei so manchen anderen Lösungen in diesem Bereich nicht der Fall ist.

Synchron

Ebenfalls ein Plus: Der Wechsel zwischen verschiedenen Geräten erfolgt nahtlos. So kann beispielsweise ein Video im Browser gestartet, dann per Chromecast an den Fernseher geschickt und zu guter Letzt am Tablet fertig betrachtet werden. Der aktuelle Fortschritt wird dabei also automatisch abgeglichen.

Kooperation

Desweiteren können mehrere Geräte gleichzeitig das Chromecast steuern, wer will kann also schnell mal jemandem anderen die virtuell Fernbedienung in die Hand drücken. Umgekehrt ist es auch möglich mit einem Android-Gerät mehrere Chromecasts zu steuern, allerdings derzeit nur wenn diese von unterschiedlichen Apps angesprochen werden. Nett auch, dass mehrere NutzerInnen gemeinsam eine Art Playlist erstellen können, indem sie Videos über die Youtube-App einer eigenen "TV Queue" hinzufügen.

Einfach

Um das noch einmal zu betonen: Das Verblüffende daran ist eigentlich, wie einfach all das geht: Um Chromecast nutzen zu können, reicht es vollkommen aus im gleichen WLAN zu sein, und eine App installiert zu haben, die den HDMI-Stick unterstützt. Es ist keinerlei Setup nötig, die mobilen Apps erkennen die Existenz von Chromecast automatisch.

Kritisches

In diesem Zusammenhang muss allerdings auch Kritik an Google geübt werden: Dieser Vollzugriff bezieht sich nämlich sogar auf die administrativen Funktionen von Chromecast. Jeder, der im lokalen Netz ist und die entsprechende App installiert hat, kann also selbst einen Factory Reset durchführen. Angesichts des flinken Setups wäre solch ein Vorfall zwar kein riesiges Problem, eher ein nerviges Ärgernis. Trotzdem mag dies als Erinnerung dienen, mal wieder zu überlegen, wem aller man den eigenen WLAN-Key gegeben hat - und wann man diesen zuletzt geändert hat.

Defizit

Das größte Defizit von Chromecast ist derzeit allerdings die noch sehr eingeschränkte Auswahl an unterstützenden Apps: Gerade einmal Youtube, Google Play Movies, Google Play Music und Netflix bieten unter Android bereits offizielle Unterstützung. Nur zwei davon sind für Österreich im Moment wirklich relevant. Unter iOS beschränkt sich das Angebot derzeit gar nur auf Netflix und Youtube.

SDK

Allerdings hat Google aus den Fehlern des Vorjahres gelernt und bietet dieses Mal ein Google Cast SDK an, mit dem externe EntwicklerInnen Chromecast-Support in ihre Android-, iOS- oder Chrome-Apps integrieren können. So ist derzeit auch schon bekannt, dass Vimeo, Pandora und Rdio bereits an entsprechenden Updates arbeiten, auch HBO und Hulu haben Interesse signalisiert.

Restriktionen

Ansonsten bleibt abzuwarten, was die Community noch so alles aus den Möglichkeiten des Chromecast herausholt. Aber auch was Google dann schlussendlich zulässt. Derzeit muss sich nämlich jede App, die den Google-Cast-Support integrieren will, das offizielle "OK" von Google holen. Wie restriktiv das Unternehmen dies handhaben wird, lässt sich angesichts der kurzen Verfügbarkeit von Chromecast noch nicht einschätzen. Möglich wäre jedenfalls vieles, so hat etwa der aus dem Android-Umfeld bekannte Entwickler Koushik Dutta mittlerweile vorgezeigt, dass sich per Google Cast auch Bilder und Videos direkt vom Smartphone auf den Fernseher bringen lassen.

Edelbonus

Neben dieser Kernfunktionalität hat sich Google für das Chromecast aber noch einen zweiten Nutzungsmodus einfallen lassen, dessen Potential nicht minder interessant ist. So lässt sich über die offizielle Google-Cast-Erweiterung jeder beliebige Browser-Tab auf das Chromecast streamen. Der zugehörige Tab wird dabei mit einem neuen Favicon versehen, um die laufende Übertragung zu signalisieren. Parallel dazu kann am Computer wie gewohnt weiter gearbeitet werden.

Hintertür

Damit lassen sich durchaus interessante Dinge anstellen, der wohl für viele wichtigste Punkt: Jedes im Web zugänglich Video lässt sich auf diesem Weg auf das Chromecast pushen, egal ob der Anbieter Googles Hardware unterstützt oder nicht.

Speed

Freilich können Performance oder Qualität nicht mit dem direkten Streamen auf das Chromecast mithalten, immerhin müssen dabei alle Inhalte am eigenen Rechner erst mal kodiert werden - und das benötigt einiges an Rechenpower. Die erzielbare Qualität hängt  insofern stark vom eigenen System - und dem lokalen Netzwerk - ab. Wer selbst experimentieren will, kann zwischen der Übertragung in 720p oder 480p wählen. Für jene mit einem schnellen WLAN gibt es außerdem noch 720p mit einer höheren Bitrate als Option.

Beta

Im Test ließen sich damit Videos von einem Chromebook Pixel in durchaus ansehnlicher Qualität auf den Fernseher bringen, auch wenn es zu gelegentlichen Frame-Drops kam. Zudem ist eine deutliche Verzögerung zwischen dem Geschehen am lokalen Rechner und am TV feststellbar. Google betont allerdings, dass sich dieses Feature erst in der Beta-Phase befindet, und verspricht für die Zukunft weitere Performance-Optimierungen. Chromecast erkennt auf diese Art übertragene Videos übrigens automatisch, und zoomt den Bildschirminhalt, um schwarze Ränder an den linken und rechten Rändern zu verhindern.

Ausgetrickst

Wer will kann das Tab-Mirroring übrigens auch als Hintertür für die sonstige Beschränkung des Chromecast auf Online-Inhalte nutzen. Immerhin reicht es lokale Filme oder Musik im Browser zu öffnen und dann an das Gerät zu streamen - schon sind sie auf dem Fernseher.

Text

Doch das Web besteht natürlich nicht aus Videos alleine, auch normale Webseiten oder Online-Foto-Sammlungen lassen sich auf diesem Weg unkompliziert auf den Fernseher bringen. Dazu ein kleiner Tipp: Wer am Rechner ein hochauflösendes Display verwendet, sollte bei textlastigen Seiten die Schriftgröße für den Cast anpassen. Ansonsten ist der Text durch die Skalierung auf 720p nur schwer lesbar.

Versteckt

Etwas versteckt bietet die Google-Cast-Erweiterung zudem noch zwei weitere, experimentelle Funktionen. Da wäre zunächst einmal die Möglichkeit statt nur einem Tab gleich den gesamten Bildschirm zu teilen. Darüber hinaus gibt es einen eigenen Audio-Mode, wenn also kein Bild übertragen werden soll.

Überlegt

Nett auch, dass die Erweiterung "mitdenkt": Wird ein Tab-Cast auf einer Seite probiert, die ohnehin native Google-Cast-Unterstützung bietet - wie beispielsweise Youtube - wird der direkte Stream angeraten. Dieser kann über ein kleines Icon im Youtube-Web-Interface ähnlich schnell wie am Smartphone oder Tablet aufgerufen werden.

Showcase

Trotz der erwähnten Einschränkungen, erweist sich der Browser Cast schnell als äußerst nützlich. Wer einfach mal kurz etwas aus dem Web auf dem Fernseher herzeigen will, muss nur im Browser den entsprechenden Knopf drücken, schon schaltet sich der Fernseher ein, und stellt den gewünschten Inhalt dar. Eine Einschränkung bleibt, dass all dies derzeit nur mit Google Chrome funktioniert, bleibt zu hoffen, dass sich das Unternehmen hier noch gegenüber anderen Browserherstellern öffnet.

Technische Details

Zum Schluss noch ein paar technische Details zu Chromecast: Den Kern bildet ein Marvell Armada 1500-mini (88DE3005) System-on-a-chip. Dieser unterstützt nicht nur 1080p-Video-Ausgabe sondern auch zahlreiche Audio- und Video-Codecs, darunter Googles VP8. Zur Seite stehen im 512 MB RAM, der lokale Speicherplatz ist mit seinen 4 GB lediglich zum Cachen von Inhalten gedacht.

Kostengünstige Hardware

Das Chromecast ist damit - neben Vorreitern wie dem Raspberry Pi - nicht zuletzt ein eindringlicher Beleg dafür, was sich heutzutage bereits alles mit solch kostengünstiger Hardware machen lässt. Google betont in diesem Zusammenhang, dass das Chromecast zwar sehr knapp kalkuliert wurde, man aber damit keinen Verlust macht. Rechnen soll sich das Chromecast, wie von Google gewohnt, vor allem über den Verkauf von Inhalten und über die verstärkte Nutzung der Services des Unternehmens - wodurch wiederum der Werbeverkauf angekurbelt wird.

Betriebssystem

Laut Google verwendet das Chromecast ein schlankes Chrome OS als Betriebssystem, wie sich zwischenzeitlich gezeigt hat, entspricht dies allerdings nicht ganz der Wahrheit. So ist das grundlegende System eigentlich eher eine abgespeckte Google-TV-Version, bei der die Android-Virtual-Machine Dalvik vollständig entfernt wurde.  Statt dessen läuft hier ein modifiziertes Chrome-Binary, das zur Wiedergabe der Inhalte genutzt wird. Alle Interface-Elemente und die gesamte Steuerung sind in HTML, CSS und Javascript gestaltet, die Wiedergabe von Inhalten erfolgt per HTML5 Audio / Video.

Kanäle

Updates werden automatisch und ohne Zutun der NutzerInnen ausgeliefert und eingespielt. Ähnlich wie bei Chrome gibt es auch Beta- und Dev-Channel-Versionen der Software, diese sind hier allerdings nur über einen Hack erreichbar, also für die breite Masse nicht zugänglich.

Ausblick

Für die Zukunft hat Google mit dem Chromecast - oder genauer der dahinter stehenden Technologie - noch einiges vor. So hofft man Fernseherhersteller für Google Cast begeistern zu können, damit dieses künftig ganz ohne externe Hardware unterstützt wird. Zudem soll Cast auch in künftigen Versionen von Google TV einfließen - womit auch klar ist, dass dessen Ende mit Chromecast zumindest vorerst noch nicht besiegelt ist.

Fazit

Google hat bei Chromecast sehr vieles richtig gemacht: Mit der Öffnung des Ökosystems beseitigt man das größte Defizit des Nexus Q, während gleichzeitig dessen Stärken - allen voran die extrem einfache Nutzung im Vergleich zu einem klassischen Media Center - übernommen werden. Ein nicht zu unterschätzender Bonus ist zudem die Möglichkeit des Streamens von Inhalten aus dem Browser. Für manche vielleicht sogar DER Grund, ein Chromecast zu erwerben. Auch die Plattformunabhängigkeit weiß zu gefallen, Chromecast lässt sich von allen größeren Desktop-Betriebssystemen sowie von Android und iOS aus nutzen.

Defizite

Der größte Schwachpunkt des Chromecast ist die derzeit stark eingeschränkte Verfügbarkeit von Apps, die Google Cast aktiv nutzen. Auch die fehlende Möglichkeit (ohne den oben erwähnten Browser-Trick) direkt lokale Inhalte wiederzugeben, wird für manche ein prinzipieller Ausschlussgrund sein. Wobei natürlich angemerkt werden muss, dass Chromecast einfach ein anderes Konzept verfolgt, und prinzipiell nichts dagegen spricht, dass Media-Server künftig das Google-Cast-Protokoll nutzen.

Einschätzung

Was bleibt ist ein Gerät mit gehörigem Potential, bei dem sich schlicht erst zeigen muss, ob es sich langfristig durchsetzen kann. Bleibt das Interesse der EntwicklerInnen - und in Folge der TV-Hersteller - aus, könnte Chromecast schnell als Kuriosität in die IT-Geschichte eingehen. Das Schöne dabei: Bei einem Preis von 35 US-Dollar hält sich das mit einem Kauf verbundene Risiko in engen Grenzen. Zudem sorgt der niedrige Preis dafür, dass das Chromecast schnell zum Impulskauf wird, was wiederum die Verbreitung steigert und das Interesse der Dritthersteller ankurbelt.

Zugreifen, wenn geht

Wer also Interesse an den beschriebenen Möglichkeiten hat, und nicht schon längst eine andere Lösung für ähnliche Aufgaben zum Einsatz bringt, sollte das Chromecast ernsthaft in Erwägung ziehen. Selbst mit der aktuell noch schwachen App-Unterstützung ist es sein Geld mehr als wert. All dies setzt natürlich voraus, dass es Googles HDMI-Stick bald auch mal in hiesige Gefilde verschlägt. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 04.08.13)

  • Das Chromecast kommt in einer kleinen Box, deren Innenseite Tipps zur Installation gibt.
    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Das Chromecast kommt in einer kleinen Box, deren Innenseite Tipps zur Installation gibt.

  • Einfach an den HDMI-Port des Fernsehers angesteckt und mit der externen Stromversorgung verbunden, schon kann das Setup beginnen.
    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Einfach an den HDMI-Port des Fernsehers angesteckt und mit der externen Stromversorgung verbunden, schon kann das Setup beginnen.

  • Dieses erweist sich als äußerst einfache Angelegenheit: Ein Abgleich eines Codes zwischen Browser und TV, die Installation der Google-Cast-Erweiterung, sowie die Einrichtung des WLANs reichen aus.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Dieses erweist sich als äußerst einfache Angelegenheit: Ein Abgleich eines Codes zwischen Browser und TV, die Installation der Google-Cast-Erweiterung, sowie die Einrichtung des WLANs reichen aus.

  • Danach steht das Chromecast bereit und warte auf abzuspielenden Content.
    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Danach steht das Chromecast bereit und warte auf abzuspielenden Content.

  • Das Interface am Interface beschränkt sich auf das nötigste, hier bei der Wiedergabe eines Lieds per Google Play Music.
    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Das Interface am Interface beschränkt sich auf das nötigste, hier bei der Wiedergabe eines Lieds per Google Play Music.

  • Über die Chromecast-App für Android (eine iOS-Version soll in Kürze folgen)...
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Über die Chromecast-App für Android (eine iOS-Version soll in Kürze folgen)...

  • ...lässt sich das Gerät verwalten.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    ...lässt sich das Gerät verwalten.

  • Bei Apps, die Chromecast unterstützen, ist ein neuer Knopf im Action Bar hinzugekommen.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Bei Apps, die Chromecast unterstützen, ist ein neuer Knopf im Action Bar hinzugekommen.

  • Ein Klick darauf bietet eine Auswahl jener Geräte, über die der aktuelle Inhalt wiedergegeben werden kann. Hier kann übrigens auch zwischen mehreren Chromecasts gewechselt werden - falls vorhanden.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Ein Klick darauf bietet eine Auswahl jener Geräte, über die der aktuelle Inhalt wiedergegeben werden kann. Hier kann übrigens auch zwischen mehreren Chromecasts gewechselt werden - falls vorhanden.

  • Während des Abspielens wird das Smartphone oder Tablet zur Fernsteuerung.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Während des Abspielens wird das Smartphone oder Tablet zur Fernsteuerung.

  • Wie bei lokalen Inhalten auch, lässt sich das Chromecast über Benachrichtigungsbereich und Lock Screen steuern.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Wie bei lokalen Inhalten auch, lässt sich das Chromecast über Benachrichtigungsbereich und Lock Screen steuern.

  • Neben Youtube und Google Play Music, lässt sich das direkte Online-Streaming von Inhalten per Chromecast derzeit nur mit Google Play Movies und Netflix nutzen, die aber beide derzeit nur mit Tricks in Österreich nutzbar sind.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Neben Youtube und Google Play Music, lässt sich das direkte Online-Streaming von Inhalten per Chromecast derzeit nur mit Google Play Movies und Netflix nutzen, die aber beide derzeit nur mit Tricks in Österreich nutzbar sind.

  • Die Browser-Erweiterung erlaubt es wahlweise ganze Tabs an das Chromecast zu schicken, oder nur die Fernsteuerung für den aktuell laufenden Inhalt zu übernehmen.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Die Browser-Erweiterung erlaubt es wahlweise ganze Tabs an das Chromecast zu schicken, oder nur die Fernsteuerung für den aktuell laufenden Inhalt zu übernehmen.

  • Für das Streaming aus dem Browser gibt es diverse Einstellungen, allen voran zur Übertragungsqualität.
 
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Für das Streaming aus dem Browser gibt es diverse Einstellungen, allen voran zur Übertragungsqualität.

     

  • Etwas versteckt ist die Möglichkeit den ganzen Bildschirminhalt an das Chromecast zu streamen.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Etwas versteckt ist die Möglichkeit den ganzen Bildschirminhalt an das Chromecast zu streamen.

  • Wird versucht eine Seite zu streamen, die ohnehin direkte Google-Cast-Integration bietet, wird darauf deutlich hingewiesen. Im Fall von Youtube empfiehlt sich stattdessen der Klick auf das unter dem Video rechts unten sichtbare, neue hinzugekommene Chromecast-Icon.
    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Wird versucht eine Seite zu streamen, die ohnehin direkte Google-Cast-Integration bietet, wird darauf deutlich hingewiesen. Im Fall von Youtube empfiehlt sich stattdessen der Klick auf das unter dem Video rechts unten sichtbare, neue hinzugekommene Chromecast-Icon.

  • Die Modellnummer des Chromecast offenbart, dass die zuständigen EntwicklerInnen offenbar eine gewisse Affinität zum Douglas Adams' "Hitchhikers Guide"-Buchserie pflegen.
 
    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Die Modellnummer des Chromecast offenbart, dass die zuständigen EntwicklerInnen offenbar eine gewisse Affinität zum Douglas Adams' "Hitchhikers Guide"-Buchserie pflegen.

     

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