Keine Freifahrt in den Ferien

31. Juli 2013, 18:32
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Für Freifahrt und Jahresticket werden aus dem Familienlastenausgleichsfonds etwa 400 Millionen Euro jährlich aufgewendet

Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrlinge haben bereits Anspruch auf eine "Freifahrt": Seit 1967 ist im Familienlastenausgleichsgesetz geregelt, dass gegen einen Selbstbehalt (derzeit 19,60 Euro) ein Freifahrtsausweis ausgestellt wird, mit dem Schüler und Lehrlinge unter 24 Jahren an Wochentagen und nur während des Schuljahres zwischen Wohnsitz und Schule pendeln können. Für Studierende gibt es keine derartige Lösung. Sie können aber auf Ermäßigungen für Monats- oder Semestertickets zurückgreifen, die je nach Bundesland stark variieren.

Alle Bundesländer bieten zu dem ab 1. September 2013 (teilweise schon seit September 2012) eine Jahresnetzkarte an, mit der Schüler und Lehrlinge, die jünger als 24 sind und deren Eltern Familienbeihilfe beziehen, zwölf Monate lang alle öffentlichen Verkehrsmittel im Bundesland nutzen können. In Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und dem Burgenland kostet das Ticket 60 Euro, in Vorarlberg 80 Euro und in Salzburg, Tirol, Kärnten und der Steiermark jeweils 96 Euro. Studierende werden auch dabei nicht berücksichtigt.

Für Freifahrt und Jahresticket werden aus dem Familienlastenausgleichsfonds etwa 400 Millionen Euro jährlich aufgewendet. Im Schuljahr 2011/12 gab es insgesamt 1.278.524 Schüler und Lehrlinge. Davon nahm etwa die Hälfte die Freifahrt in Anspruch. (stap, DER STANDARD, 1.8.2013)

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