Rapid mit Zuversicht nach Griechenland

31. Juli 2013, 16:50
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Hütteldorfer starten mit 4:0-Sieg im Rücken in die Qualifikation zur Europa League. Coach Barisic: "Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben"

Für Rapid beginnt das diesjährige Europacup-Abenteuer mit einer Reise auf den Peloponnes. Die Hütteldorfer treffen am Donnerstag (20.30 Uhr MESZ/live ORF eins) im Drittrunden-Hinspiel der Qualifikation für die Fußball-Europa-League auswärts auf Asteras Tripolis. Gegen den Dritten der abgelaufenen griechischen Meisterschaft - im anschließenden Play-off um die Europacup-Plätze landete der Club auf Rang vier - will sich der Rekordmeister eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 8. August im Hanappi-Stadion erkämpfen.

Trainer Zoran Barisic trat den Griechenland-Trip mit einer großen Portion Zuversicht an. "Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben. Der eingeschlagene Weg stimmt. Wir haben Qualität im Kader, die Burschen wollen sich weiterentwickeln und zeigen das jeden Tag im Training", schwärmte der Wiener von seinen Kickern.

Neu und alt

Nach dem souveränen 4:0-Sieg über Wiener Neustadt am Samstag bei weit über 30 Grad im Schatten wartet nun in Tripoli bei ähnlichen Temperaturen eine deutlich schwierigere Aufgabe. "Asteras hat viele Legionäre im Kader und im Sommer einige Spieler abgegeben, aber auch viele Neue geholt", erzählte Barisic.

Keine Fluktuation gab es im Betreuerbereich - Sakis Tsiolis fungiert seit November 2011 als Coach und führte den Verein aus der 50.000-Einwohner-Stadt 2012/13 zur erfolgreichsten Saison der Clubgeschichte. "Weil der Trainer der gleiche geblieben ist, gehe ich davon aus, dass auch die Spielanlage die gleiche bleibt. Diese Mannschaft spielt einen technisch hochwertigen Fußball, schnell und schnörkellos nach vorne, ist in der Rückwärtsbewegung gut organisiert und verfügt über viele individuelle Klassespieler", erklärte Barisic.

Später Start als Vorteil

Allzu sehr wollte der Rapid-Betreuer die Qualität des Gegners aber auch nicht hervorheben. "Wir müssen uns ohnehin auf unsere eigenen Stärken konzentrieren." Seiner Mannschaft dürfte zugutekommen, dass die griechische Meisterschaft für Asteras erst am 18. August beginnt, während Rapid bereits drei Pflichtspiele in den Beinen hat. "Der späte Start in Griechenland könnte ein Vorteil für uns sein. Aber darauf dürfen wir uns nicht verlassen, sondern müssen auf uns schauen. Wir sind auf jeden Fall im Rhythmus."

Einen echten Favoriten gibt es laut Barisic nicht. "Ich gehe davon aus, dass es eine knappe Angelegenheit mit einem völlig offenen Ausgang wird", vermutete der Ex-Teamspieler. "Wichtig wird sein, dass wir hungrig sind und unbedingt weiterkommen wollen, aber auch vor dem Gegner Respekt haben."

Prermiere

Für Barisic bedeutet die Partie gegen Asteras das erste Europacup-Match als Chefcoach von Rapid. "Das ist schon etwas Besonderes - so wie jedes Spiel als Rapid-Trainer", sagte der Wiener. Für Steffen Hofmann ist es dagegen schon die 46. Europacup-Partie für die Grün-Weißen. Der Kapitän lässt damit Hans Krankl hinter sich und zieht mit Reinhard Kienast gleich. Schafft Rapid den Aufstieg, kann Hofmann noch im August zu Rekordhalter Peter Schöttel (49) aufschließen. "Ich nehme das wie es ist, es ist für mich nichts Besonderes", meinte Hofmann zur Statistik.

Ungewöhnlich ist dagegen der Trainingsplan von Rapid im Anschluss an die Partie. Die Wiener fliegen unmittelbar nach dem Spiel zurück, nach der erwarteten Ankunft um 2.55 Uhr in Schwechat geht es aber für die Spieler nicht ins Bett, sondern ins Trainingszentrum im Prater. Barisic hat um voraussichtlich ca. 4.30 Uhr eine regenerative Trainingseinheit angesetzt, am Freitag ist dafür trainingsfrei.

Erinnerungen

Sollte Rapid der Aufstieg gelingen, wären die Hütteldorfer mit großer Wahrscheinlichkeit erstmals in einem Europa-League-Play-off gesetzt. Den Einzug in die Gruppenphase 2009, 2010 (jeweils gegen Aston Villa) und 2012 (gegen PAOK Saloniki) schafften die Grün-Weißen immer als ungesetzter Verein.

An die Partien gegen PAOK erinnert man sich bei Rapid allerdings aufgrund der schweren Ausschreitungen in Saloniki nicht allzu gern. Ähnliche Vorkommnisse seien in Tripoli jedoch nicht zu befürchten, hieß es beim Rekordmeister, der von knapp 400 Fans begleitet wird. (APA, 31.07.2013)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

Europa-League-Qualifikation - 3. Runde, Hinspiel: Asteras Tripolis - SK Rapid Wien (Tripoli, Gipedo-Stadion, 20.30 Uhr MESZ/live ORF eins, SR Kevin Blom/NED). Rückspiel am 8. August (20.30 Uhr/live ORF eins) im Wiener Hanappi-Stadion

Asteras: Hernandez - Tsabouris, Goian, Bartolini, Formica - Usero, Zisopoulos - Navarro, De Blasis, Caffa - Barrales

Ersatz: Bantis - Zaradoukas, Lisgaras, Castells, Kourbelis, Setti, Pol, Grazzini, Bakasetas, Carrasco

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Petsos, S. Hofmann, Boskovic - Schaub, Sabitzer, Burgstaller

Ersatz: Radlinger - Palla, Denner, M. Hofmann, Behrendt, Grozurek, Boyd
Es fehlen: Wydra (Innenbandriss im Knie), Schimpelsberger, Alar (beide Achillessehnenriss), Starkl (Knöchelbruch), Pichler (gesperrt)

 

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    Internationale Premiere für Barisic als Chef.

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