Sommerhitze erhöht Herzinfarktgefahr bei Bluthochdruck

31. Juli 2013, 14:22
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Steigen die Außentemperaturen von einem auf den nächsten Tag um mehr als fünf Grad, wächst die Herzinfarktgefahr für Menschen mit Bluthochdruck um rund 60 Prozent

Stuttgart - In den kommenden Tagen werden auch in Österreich wieder Außentemperaturen über 35 Grad Celsius erwartet. Werte über 25 Grad Celsius belasten besonders Menschen mit Bluthochdruck oder einer Herzerkrankung. Zudem verstärken blutdrucksenkende Medikamente die Wirkung auf den Kreislauf - die Folge können Schwindel, Übelkeit und Herz-Kreislaufprobleme sein. Darüber hinaus erhöhen starke Temperaturschwankungen die Herzinfarktgefahr. Aus diesem Grund rät die Deutsche Hochdruckliga (DHL) Betroffenen und insbesondere älteren Menschen, bei Hitze täglich ihren Blutdruck zu kontrollieren und bei stark abweichenden Werten Rücksprache mit ihrem Arzt zu halten.

Steigen die Außentemperaturen von einem auf den nächsten Tag um mehr als fünf Grad, wächst die Herzinfarktgefahr für Menschen mit Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen um rund 60 Prozent. Denn durch die plötzliche Hitze drohen Herzrhythmusstörungen. Ein Risiko besteht auch, wenn die Temperatur wieder stark abfällt oder der Luftdruck schwankt. Dann können sich die Herzkranzgefäße verkrampfen. Das betrifft insbesondere die aktuelle Wetterlage, aber auch Reisen in warme Gebiete. "Bluthochdruck-Patienten sollten besonders in diesen Situationen täglich ihren Blutdruck kontrollieren, ausreichend trinken und gegebenenfalls nach Absprache mit ihrem Arzt die Medikamente anpassen", rät Hans-Georg Predel, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DHL.

Blutdrucksenkender Effekt verstärkt sich

Bei beständig hohen Temperaturen sinkt der Blutdruck, da sich die Blutgefäße erweitern. Nehmen Patienten blutdrucksenkende Medikamente, kann dieser Effekt noch verstärkt werden. Die Folge sind Schwindel, Schwächeanfälle und im schlimmsten Fall ein Kreislaufkollaps.

"Sinkt bei länger anhaltenden Temperaturen über 25 Grad der systolische Blutdruckwert dauerhaft auf 110 mmHg oder sogar darunter, sollten Betroffene ihren Arzt aufsuchen", empfiehlt Predel. Hier sei eventuell eine vorübergehende Dosisreduktion notwendig. Allerdings sollten Betroffene den Blutdruck weiterhin kontrollieren, um bei einem Anstieg rechtzeitig gegenregulieren zu können. Stellt sich die Hitze nur für wenige Tage ein, sei eine Anpassung der Medikamente meist nicht notwendig, so der Experte. (red, derStandard.at, 31.7.2013)

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    Temperaturschwankungen im Sommer sind vor allem für Menschen mit Bluthochdruck oder einer Herzerkrankung belastend.

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