China schuldet US-Filmstudios Millionensummen

31. Juli 2013, 12:29
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Auszahlung von Gewinnanteilen im Streit um Steuer ausgesetzt

Los Angeles - China schuldet Hollywood-Studios wie Disney, Universal und Paramount einem Pressebericht zufolge Dutzende Millionen Dollar. Der staatliche chinesische Filmverleiher China Film Group habe im Streit über eine chinesische Steuer auf Filmeinnahmen seine Zahlungen an die US-Studios ausgesetzt, berichtete das Branchenblatt "The Hollywood Reporter" am Dienstag. Der chinesische Filmverleiher schulde Warner allein für die Comic-Verfilmung "Man of Steel" 31 Millionen Dollar (23 Millionen Euro).

Sony erwartet dem Bericht zufolge für den James-Bond-Film "Skyfall" noch 23 Millionen Dollar aus China, die selbe Summe fordert Fox für die Bestsellerverfilmung "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger". Die Volksrepublik hatte die Zahlungen an die US-Filmstudios bereits Anfang des Jahres eingestellt, weil diese sich über eine chinesische Steuer auf die Einnahmen aus US-Filmen in Höhe von zwei Prozent beschwert hatten. Die US-Produktionsfirmen sehen in der Steuer einen Verstoß gegen eine Vereinbarung im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO).

Die vergangenes Jahr erzielte Vereinbarung sieht vor, dass China jährlich 34 statt bis dahin 20 Filme aus den USA importieren kann. Der Anteil der US-Studios an den Einnahmen wurde von 17 auf 25 Prozent erhöht. Um den gegenwärtigen Steuer-Streit beizulegen, verhandelt der Branchenverband Motion Picture Association of America (MPAA) mit den chinesischen Behörden.

Obwohl ihre Gewinne derzeit einbehalten werden, schicken die US-Studios weiter ihre Filme nach China. Damit wollen sie auf dem derzeit dynamischsten Filmmarkt der Welt dauerhaft Fuß fassen. (APA, 31.7.2013)

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