Europas Leitbörsen überwiegend im Minus

31. Juli 2013, 13:45
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Frankfurt am Main - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Mittagshandel mehrheitlich im Minus tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 5,70 Einheiten oder 0,21 Prozent auf 2.753,51 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.10 Uhr mit 8.240,61 Punkten und einem Minus von 30,41 Einheiten oder 0,37 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London erhöhte sich um 44,70 Zähler oder 0,68 Prozent auf 6.615,65 Stellen.

Am heutigen Handelstag stehen vor allem Datenveröffentlichungen aus den USA am Nachmittag auf der Agenda. Der ADP-Beschäftigungsreport könnte laut Analysten einen robusten Stellenzuwachs verzeichnen, da die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gering waren. Es werden aber keine Überraschungen erwartet.

Dagegen wird die erste Schätzung des amerikanischen BIP für das zweite Quartal für mehr Impulse sorgen. Das Wirtschaftswachstum könnte sich im Jahr auf 1,2 Prozent verlangsamt haben. Viele Investoren scheinen sich bereits auf ein etwas niedriger als gedachtes US-BIP eingestellt zu haben.

Später rückt am Abend die geldpolitische Sitzung der US-Notenbank Fed in den Fokus der Anleger. Analysten rechnen damit, dass die Zinsen am momentanen Niveau von 0 bis 0,25 Prozent beibehalten werden. "Der Markt wird jedes Wort genau studieren", sagte ein Anleger. "Die allgemeine Botschaft ist, dass die quantitative Lockerung zu einem Ende kommt, aber es wird von den bevorstehenden Daten abhängen."

Zu den Gewinnern im Mittagshandel gehörten die Nahrungsmittelwerte und der Chemie-Sektor. Schlechter lief es für Telekom-Aktien und die Medienbranche, sie gehörten zu den schwächsten Sektoren im Euro-Stoxx-50.

Die französische Großbank BNP Paribas bekam die schwache Wirtschaftslage in Frankreich und Italien zu spüren. Der Überschuss ging im zweiten Quartal um 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,76 Mrd. Euro zurück. Das lag vor allem an einer um 30 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro gestiegenen Vorsorge für faule Kredite. Im Investmentbanking schmolz der Gewinn um fast 40 Prozent auf 497 Mio. Euro, was BNP vor allem mit der Verkleinerung des Geschäfts erklärte. Damit übertraf es aber die Erwartungen von Analysten. Die Aktie notierte zu Mittag mit plus 0,65 Prozent bei 48,16 Euro.

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS überzeugte die Anleger mit überraschend guten Resultaten. Das Unternehmens profitierte dabei von glänzenden Geschäften der Tochter Airbus. Die EADS-Titel gewannen 1,4 Prozent auf 45,06 Euro.

Der deutsche Autokonzern Volkswagen hat den Betriebsgewinn im zweiten Quartal überraschend gesteigert. Das operative Ergebnis kletterte von April bis Juni um knapp 2 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro, wie Europas größter Autobauer mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 5,5 Prozent gerechnet. Davon profitierten die Aktien zu Mittag mit plus 0,28 Prozent bei 176,65 Euro.

Der weltgrößte Brauerei-Konzern Anheuser-Busch InBev verkaufte sowohl in den USA als auch in Brasilien weniger Getränke, konnte den Umsatz und Gewinn aber dennoch steigern. Insgesamt ging der Absatz gemessen am Volumen im zweiten Quartal um 1,2 Prozent zurück, der Umsatz stieg um 3,9 Prozent. Die Anleger reagierten erfreut worauf die Aktien mit plus 7,04 Prozent bei 72,46 Euro notierten. (APA, 31.7.2013)

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