OMV sucht 1.600 neue Mitarbeiter

31. Juli 2013, 12:58
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Techniker für Auslandseinsätze gesucht. Wenn geht mit Berufserfahrung und aus dem Erdöl oder Bohrgeschäft

Die OMV setzt ihren Schwerpunkt nicht mehr auf das Tankstellengeschäft, sondern auf die Öl- und Gasförderung und sucht dafür Fachhochschul- und Hochschulabsolventen, die ins Ausland gehen wollen. Bis zum Jahr 2016 werden 1.600 Top-Techniker gesucht, wenn geht mit Berufserfahrung und aus dem Erdöl oder Bohrgeschäft. In erster Linie werde in Österreich gesucht, allerdings kann hier der Bedarf "bei weitem" nicht gedeckt werden, weil es an Absolventen mangelt, so OMV-Chef Gerhard Roiss am Mittwoch vor Journalisten.

Stellenabbau in Rumänien

Wie viele Österreicher beschäftigt werden lasse sich nicht sagen, derzeit würden jährlich rund 40 Absolventen aus den entsprechenden Fachrichtungen der Uni Leoben und der Uni Wien aufgenommen. Knapp die doppelte Zahl schließt jährlich an den beiden Universitäten ein "Erdöl-Studium" ab. Einen Austausch von Technikern für andere Mitarbeiter werde es in Österreich nicht geben, die 1.600 kämen neu hinzu, so Roiss. Er räumte aber ein, dass in anderen Ländern seit längerem Personal abgebaut wird. So wurden bei der rumänischen Tochter Petrom alleine im 1. Halbjahr des Vorjahres 1.600 Personen abgebaut.

Auf Nachfrage bestätigte Roiss, dass die Sicherheitslage in einigen Ländern in denen die OMV tätig ist, nicht die beste ist. In Libyen habe man zur Zeit keine österreichischen Mitarbeiter. Er betonte, dass die libyschen Beschäftigten auch während der Unruhen ihr Gehalt weiter bekommen hätten - was nur wenige ausländische Konzerne getan hätten. Außerdem habe die OMV im benachbarten Tunesien ein Hotel gemietet um dort geflüchtete Mitarbeiter mit ihren Familien unterzubringen.

Drei Jahre ins Ausland

Wer bei der OMV beginnt, kann im Regelfall nicht gleich in den gut bezahlten Auslandseinsatz gehen. Drei bis fünf Jahre bleiben die Mitarbeiter vorerst in der Zentrale, wo sie aber bereits mit internationaler Ausrichtung arbeiten. Der Auslandseinsatz dauert im Schnitt drei Jahre. Das Einstiegsgehalt für einen Technik-Absolventen liegt bei rund 3.300 Euro, ohne Auslandszulagen.

Roiss will die Kooperation mit den Universitäten erheblich ausbauen, derzeit arbeitet der Konzern mit der WU Wien, der Montanuni Leoben und Universitäten in Rumänien zusammen. Roiss setzt auch auf mehr Frauen in Technikberufen, derzeit liege der Frauenanteil bei technischen Studienrichtungen bei lediglich 20 Prozent. (APA, 31.7.2013)

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