Wie wenig Microsoft mit dem Surface tatsächlich verdient

31. Juli 2013, 11:01
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Apple verkaufte alleine in den drei Monaten bis Ende Juni 14,6 Millionen iPads

Microsoft hat zum ersten Mal mitgeteilt, wie viel Erlöse das Software-Unternehmen mit seinen Surface-Tablets bislang erzielt hat. Die Zahl für das am 30. Juni endende Geschäftsjahr lag bei 853 Millionen US-Dollar. Das sind weniger als die 900 Millionen Dollar, die der Konzern kürzlich auf die Produktlinie abschreiben musste.

Bisher keine Angaben

Die Surface-Zahl wurde am Dienstag bekannt. Sie steht im jährlichen Finanzreport, den das Unternehmen an die US-amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (SEC) übermittelt hat. Zwar verkauft der Konzern das Surface bereits seit vergangenem Oktober. Bisher hatte man jedoch noch keine Angaben dazu gemacht, wie sich die Geräte verkaufen.

Partner-Firmen, die Microsoft beim Bau einer der Surface-Versionen namens Surface RT helfen, hatten kürzlich erklärt, dass die Verkaufszahlen unter ihren Erwartungen liegen. Im Juli reagierte der US-Konzern und senkte den Preis für dieses Modell.

Apple verkaufte alleine in den drei Monaten bis Ende Juni 14,6 Millionen iPads

Wenn man die Erlöse zugrunde legt, die Microsoft für das Surface nun mitgeteilt hat, und annimmt, dass alle verkauften Einheiten Surface RT zu einem Preis von 499 Dollar das Stück waren, dann hätte der US-Konzern in den zwölf Monaten bis Ende Juni maximal 1,7 Millionen Tablets verkauft. Zum Vergleich: Apple verkaufte alleine in den drei Monaten bis Ende Juni 14,6 Millionen iPads.

Microsoft hat erklärt, dass die millionenschwere Sonderbelastung auf das Surface RT mit der Preissenkung und Abschreibungen auf zugehörige Komponenten in Verbindung stehe.

"Wir sind zuversichtlich"

Im Anschluss an die Veröffentlichung der Zahlen am Dienstag verschickte ein Microsoft-Sprecher ein Statement per E-Mail:

"Wir haben kürzlich den Preis des Surface RT um 150 Dollar reduziert", schrieb er. "Wir sind zuversichtlich, dass diese Preisanpassung zusammen mit einer dramatisch verbesserten geographischen Verfügbarkeit und besseren Vertriebskanälen dabei helfen werden, die Verkaufszahlen zu steigern und uns besser für einen Langzeiterfolg zu positionieren. Surface ist derzeit in 29 Märkten und bei mehr als 10.000 Einzelhändlern erhältlich." (SHIRA OVIDE, WSJ.de, derStandard.at, 31.7. 2013)

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