Unpünktliche Airlines und Unsicherheit bei Stornierungen

31. Juli 2013, 12:53
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Die Arbeiterkammer hat erste Urlaubsbeschwerden analysiert: Unpünktliche Airlines, Ärger mit Online-Buchungen und Unsicherheiten bei Stornierungen

Die ersten Urlauber sind bereits zurück aus den Ferien und mit ihnen gelangen auch die Beschwerden über verpatzte Reisen und enttäuschende Aufenthalte bei der Arbeiterkammer ein.

Bisher wurden 210 Reisebeschwerden bei der AK ausgewertet und schon jetzt zeichnet sich ab, dass die politischen Unruhen und Demonstrationen in der Türkei und in Ägypten das häufigste Problem der Urlaube in diesem Jahr sein dürften.

40 Prozent der Beratungen betrafen bisher Stornofragen, wobei den Hauptanteil (35 Prozent) Anfragen aufgrund der Situation in Ägypten und der Türkei ausmachen. Vor allem sucht man Rat über die Sicherheitslage in den beiden Ländern und ist besorgt darüber, ob kostenlos storniert oder umgebucht werden kann. Andere Fragen zum Thema Stornierung betrafen davon unabhängige Probleme wie etwa Krankheit.

Zu geringer Schadenersatz

Jeder Fünfte beklagte sich über überbuchte, unpünktliche oder gestrichene Flüge sowie über beschädigte oder verspätete Koffer. Ein besonderes Ärgernis ist für viele, dass Entschädigungszahlungen nach der Fluggastrechte-Verordnung oft nicht glatt über die Bühne gingen und der Schadenersatz für das beschädigte Gepäck zu gering ausfiel.

14 Prozent der Urlauber hatten mit unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen, wobei der Hauptanteil auf Probleme mit Online-Buchungen fällt. Insolvente Reisefirmen waren ebenfalls Auslöser für Ärger rund um den Urlaub.

Für jeden Neunten hielt das Hotel nicht, was ursprünglich versprochen wurde. Entweder fehlte der erwartete Meerblick, die Distanzen zum nächsten Ort waren falsch angegeben oder Fluglärm und Discokrach störten die Urlauber.

Ansonsten ärgerten sich die Konsumenten noch über intransparente Preisangaben im Internet oder Leistungsänderungen kurz vor der Abreise. Die ersten 210 Beschwerden gingen zwischen Mitte Juni bis Mitte Juli bei der Arbeiterkammer ein. Davon betraf rund jede zweite Anfrage eine Pauschalreise (54 Prozent). 38 Prozent betrafen Flugbuchungen, acht Prozent der Anfragen bezogen sich auf Ferienunterkünfte und andere Leistungen wie Fähren oder Mietautos. Die Anfragen bezogen sich auf die Länder Ägypten, Spanien und die Türkei.

Etwa 56 Prozent der Buchungen wurden online getätigt, rund ein Fünftel davon über spezielle Online-Buchungsportale. (red, derStandard.at, 31.8.2013)

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    Verspätete Flüge gehören fast schon zum normalen Reiseprogramm.

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