Fernost-Börsen überwiegend im Minus

31. Juli 2013, 12:35
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Die Leitbörsen in Fernost haben im Vorfeld der US-Konjunkturdaten und der zinspolitischen Sitzung der Notenbank Fed überwiegend mit Verlusten geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor 201,50 Zähler oder 1,45 Prozent auf 13.668,32 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verringerte sich um 70,30 Zähler (minus 0,32 Prozent) auf 21.883,66 Einheiten. Der Shanghai Composite legte um 3,74 Punkte oder 0,19 Prozent auf 1.993,80 Punkte zu.

Der FTSE Straits Times Index ging in Singapur bei 3.221,93 Zählern mit einem Minus von 23,52 Punkten oder 0,72 Prozent aus dem Handel. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 9,4 Zähler oder 0,19 Prozent auf 5.035,70 Einheiten.

Von den Anlegern wurden Einbußen in Japan damit begründet, dass der Yen kurz vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed auf einem Monatshoch gegenüber dem Dollar notierte. Investoren fokussieren außerdem derzeit geplante Reformen von Ministerpräsident Shinzo Abe, unter anderem eine angekündigte Erhöhung der Umsatzsteuer, um das Defizit und die Staatsschulden einzudämmen. Auf der anderen Seite geht die Geldschwemme der japanischen Notenbank weiter.

In Australien verlor der Australische Dollar ein dritten Tag in Folge und landete fast auf einem Drei-Jahres-Tief. Spekulationen, dass die Notenbank die Zinsen kürzen könnte, ließen die Nachfrage nach der Währung steigen.

Nach einem starken ersten Quartal äußerte sich Marktführer Nippon Steel & Sumitomo am Mittwoch zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres (bis Ende März). Demnach soll sich der Gewinn auf 300 Milliarden Yen (2,3 Mrd. Euro) mehr als verdreifachen. Die Papiere notierten in Tokio zu Handelsschluss allerdings unverändert bei 285 Yen.

Der Autobauer Honda Motor, der die Hälfte seiner Umsätze in Nordamerika macht, verlor in Tokio 2,16 Prozent auf 3.630 Yen. Die japanischen Subventionen für umweltfreundlichere Fahrzeuge hat Honda einen Absatz-Einbruch von 24 Prozent auf seinem Heimatmarkt eingebrockt. Hier wurden im ersten Geschäftsquartal gerade 140.000 Fahrzeuge verkauft.

Der weltgrößte Autobauer Toyota will erstmals mehr als 10 Millionen Fahrzeuge in einem Jahr produzieren. Mit 10,1 Millionen Autos dürfte die Produktion rund 200.000 Stück über dem Vorjahr liegen, hieß es am Mittwoch. Demnach soll das Ziel bei der Zahlenvorlage am Freitag offiziell bekannt gegeben werden. Die Aktie stand zu Handelsschluss in Japan bei minus 1,65 Prozent bei 5.970 Yen.

Tokio Electric Power, der Besitzer des beschädigten Fukushima Dai-Ichi Kernkraftwerks, sank um 5,67 Prozent nach unten auf 599 Yen, nachdem ein Bericht festhielt, dass die Regierung einem Neustart des Reaktors entgegensetzt.

HTC, Taiwans größter Smartphone-Hersteller, verlor 6,73 Prozent auf 159,50 Taiwan-Dollar, nachdem erneut sinkende Quartalsverkäufe prognostiziert wurden.

China Overseas Land & Investment stiegen um 2,7 Prozent in Hong Kong, nachdem sich Regierung positiv zur Entwicklung am Eigentumsmarkt geäußert hatte. (APA, 31.7.2013)

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