UNO setzt Rebellen im Kongo Ultimatum

    30. Juli 2013, 22:25
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    M23-Rebellen haben 48 Stunden zum Verlassen von Goma - Blauhelme drohen kongolesischen Aufständischen mit Gewalt

    Kinshasa/New York - Die Vereinten Nationen haben den M23-Rebellen 48 Stunden zum Verlassen der Stadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo gegeben. Sollten die Aufständischen nicht bis Donnerstag um 16.00 Uhr ihre Waffen abgegeben und sich einem Programm zur Demobilisierung angeschlossen haben, würden sie mit Gewalt entwaffnet, erklärte die UN-Blauhelmmission MONUSCO am Dienstag. Dabei soll auch erstmals eine neue UN-Eingreiftruppe eingesetzt werden, die die kongolesische Armee bei der Herstellung einer Sicherheitszone in der Stadt unterstützen soll.

    Die M23-Rebellen hatten Mitte Juli eine neue Offensive gegen die Stellungen der kongolesischen Armee am Rand der Stadt begonnen. Nach UN-Angaben setzten sie dabei auch schwere Waffen ein und töteten mehrere Zivilisten. Die UNO wirft dem benachbarten Ruanda vor, die Rebellenbewegung mit Geld und mit Waffen zu unterstützen. Erst vergangene Woche rief die US-Regierung Ruanda auf, jede Unterstützung für die Aufständischen zu stoppen. Die Regierung in Kigali wies die Vorwürfe jedoch zurück. (APA, 30.7.2013)

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