Zweifel an Video über Zwangsehe im Jemen

30. Juli 2013, 19:21
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Menschenrechtsorganisation traf Eltern des 11-jährigen Mädchens

Sanaa/Wien – Über die Echtheit jenes populären Youtube-Videos, in dem ein angeblich 11-jähriges Mädchen aus dem Jemen über ihre geplante Zwangshochzeit klagt, wird derzeit heftig diskutiert. Die jemenitische Organisation Yemeni Women Union sagte dem Fernsehsender Al-Jazeera, sie habe mit den Eltern gesprochen, die der Version widersprachen. Es habe nur ein Heiratsangebot eines älteren Mannes gegeben.

Weil die US-amerikanische Organisation Memri, die dem neokonservativen Flügel zugerechnet wird, das Video ins Netz gestellt hat, vermuten manche eine gezielte Manipulation der öffentlichen Meinung.

Ungeachtet der Echtheit des Videos werden laut Angaben des International Center for Research on Women bis zu 48 Prozent der Kinder im Jemen vor dem 18. Geburtstag verheiratet. (juh/DER STANDARD, 31.7.2013)

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