RBI: Verkauf von Direktbank Zuno kein Thema

30. Juli 2013, 18:32
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Medienberichte zurückgewiesen

Wien/Bratislava/Prag - Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat am Dienstag Medienberichte zurückgewiesen, wonach ihre 2010 gegründete und in der Slowakei und Tschechien operierende Direktbank Zuno kurz vor dem Aus stehen soll. "Ein Verkauf von Zuno ist definitiv kein Thema", sagte eine RBI-Sprecherin am Dienstag. Man überlege derzeit zwar, ob man die Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft stärken oder die Unabhängigkeit von Zuno beibehalten soll - "aber die Marke Zuno wird es auf jeden Fall auch weiter geben", so die Sprecherin.

Das slowakische Internet-Portal "Webnoviny.sk" hatte zuvor unter Berufung auf das tschechische Portal "e15.cz" berichtet, Zuno habe 2012 einen Verlust von 95 Mio. Euro eingefahren, und die RBI prüfe daher, die Direktbank aufzugeben. "Wir veröffentlichen keine Ergebniszahlen", hieß es dazu aus der RBI, "aber dass es in der Anfangsphase auf Grund der Systementwicklung und Marketingkosten zu Verlusten kommt, ist klar".

Zuno wurde im Dezember 2010 in der Slowakei gegründet und startete im Juli 2011 auch in Tschechien. Eine Expansion in andere Märkte sei möglich, in näherer Zukunft aber nicht geplant, sagte die RBI-Sprecherin.

Mario Drosc, Chef der tschechischen Raiffeisenbank, hatte in der vergangenen Woche gegenüber der tschechischen Tageszeitung "Lidove noviny" angedeutet, die tschechischen Zuno-Kunden könnten künftig von der Raiffeisenbank Tschechien übernommen werden und die slowakischen von der Tatra Banka. (APA, 30.7.2013)

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