Wiener Bauern befürchten ein Drittel weniger Ernte

30. Juli 2013, 16:59
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Letzter richtiger Niederschlag Ende Juni: Erdäpfel, Rüben, Mais, Sojabohnen und Sonnenblumen am stärksten betroffen

Wien - Die anhaltende Hitze macht auch den Wiener Landwirten schwer zu schaffen. Denn die extreme Trockenheit führt zu Ertragseinbußen von bis zu 35 Prozent, hieß es am Dienstag bei der Landwirtschaftskammer Wien. Betroffen seien in erster Linien der Sojabohnen-, Sonnenblumen-, Kartoffel-, Mais- und Zuckerrübenanbau. Beim Weinanbau sind hingegen die Ernteaussichten sehr gut.

Die Situation der Ackerbauern werde zunehmend problematisch - den letzten bedeutenden Niederschlag habe es in der Bundeshauptstadt Ende Juni gegeben. Die aufgrund der Trockenheit entstandenen Schäden sind laut Landwirtschaftskammer sehr vom Standort abhängig und liegen derzeit zwischen 20 und 35 Prozent.

Aussichten für Wein sind ausgezeichnet

Keine Sorgen macht die Hitze hingegen den Wiener Weinbauern. "Die Ernteaussichten für Wien sind qualitativ und quantitativ ausgezeichnet", berichtete Herbert Schilling, Obmann des Wiener Landesweinbauverbandes im APA-Gespräch. Im April und Mai habe es nämlich so viel Niederschlag wie noch nie gegeben und der Rebstock sei ein Tiefwurzler - deswegen gebe es keine Probleme wegen der Trockenheit.

Man hoffe nur, von Hagelunwettern verschont zu bleiben. Wenn alles nach Plan läuft, dann soll mit der Weinernte Mitte bis Ende September begonnen werden. Erwartet wird eine "durchschnittliche Menge" von 2,3 Mio. Liter. In den vergangenen Jahren seien die Erträge wegen Hagel und Frost "im unteren Durchschnitt" gelegen seien. (APA, 30.7.2013)

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