Informatikerin Monika Henzinger erhält EU-Spitzenforschungspreis

30. Juli 2013, 12:19
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Professorin für Computational Science darf sich über 2,4 Millionen Euro Förderung freuen

Wien  - Die Informatikerin Monika Henzinger von der Universität Wien erhält einen mit 2,4 Millionen Euro dotierten "Advanced Grant" des Europäischen Forschungsrats (ERC). Henzinger ist Professorin für Computational Science - Algorithmik und Informations- und Kommunikationstechnologie. In ihrem Forschungsprojekt will sie effizientere Algorithmen für Aufgaben entwickeln, die auf graphalgorithmischen Problemen beruhen, und diese dann in konkreten Anwendungen umsetzen.

"Algorithmen sind Kochrezepte für Computer, die dem Rechner in den verschiedensten Programmiersprachen mitgeteilt, d.h. implementiert, werden können", so Henzinger in einer Aussendung der Uni Wien. "Für jede Aufgabe, die ein Computer erledigen soll, braucht er ein passendes Kochrezept. Manche Algorithmen erledigen die Aufgabe schneller, andere langsamer, manche brauchen mehr Speicherplatz, andere weniger."

Ziel der Algorithmenforschung ist es, möglichst effiziente, d.h. je nach Anwendung entweder möglichst schnelle oder möglichst speicherplatzsparende Algorithmen zu entwickeln. Computational Science ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet der Biologie, Chemie, Physik, angewandten Mathematik und Informatik. Dabei wird der Computer eingesetzt, um ein Problem zu lösen oder einen Prozess zu simulieren.

Forschung an neuen Anwendungen

Henzinger arbeitet schon jetzt an Anwendungen in der Biologie, der Computerverifikation, d.h. der automatischen Überprüfung der Korrektheit von Programmen, sowie im Internetwerbegeschäft. Weitere Anwendungen sollen folgen, vor allem in der Computational Science.

Die mit dem Präsidenten des Institute of Science and Technology (IST) Austria, Thomas Henzinger, verheiratete Wissenschafterin kam über Stationen unter anderem in Princeton, der Cornell University, der Universität des Saarlandes, bei Google und an der Ecole polytechnique federale de Lausanne (EPFL) an die Uni Wien. Dort wurde die gebürtige Bayerin 2009 zusammen mit Stefanie Rinderle-Ma zur den ersten Professorinnen der Informatik-Fakultät berufen.

Die "Advanced Grants" stellen das "Flaggschiff-Programm" des ERC dar, mit dem die EU Grundlagenforschung fördert. Damit sollen anspruchsvolle und risikoreiche bis zu fünfjährige Forschungsprojekte mit jeweils maximal 2,5 Millionen Euro gefördert werden. (APA, 30.07.2013)


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  • Monika Henzinger, Professorin für Computational Science - Algorithmik und Informations- und Kommunikationstechnologie an der Universität Wien, erhält einen mit 2,4 Millionen Euro dotierten "Advanced Grant" des Europäischen Forschungsrats (ERC).
    foto: standard/corn

    Monika Henzinger, Professorin für Computational Science - Algorithmik und Informations- und Kommunikationstechnologie an der Universität Wien, erhält einen mit 2,4 Millionen Euro dotierten "Advanced Grant" des Europäischen Forschungsrats (ERC).

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