Die Kooperationen zwischen Axel Springer und Funke

30. Juli 2013, 12:51
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Redaktionelle Zusammenarbeit sowie Kooperationen bei Vertrieb und Werbung - Springer erhöht Anteile an Stadtportal hamburg.de

Nachdem die Axel Springer AG den Verkauf ihrer Printpublikationen "Hamburger Abendblatt", "Berliner Morgenpost" und "Hörzu" an die Funke-Gruppe bekannt gegeben hat, werden nun immer mehr Details über die künftige Zusammenarbeit der beiden Medienhäuser bekannt.

Laut einem Bericht des "Handelsblatt" ist sowohl eine Kooperation bei Vertrieb und Werbung als auch eine redaktionelle Zusammenarbeit geplant. Demnach soll die Zeitung "Welt" aus dem Hause Springer in Zukunft mehrere Zeitungen der Funke-Gruppe mit Nachrichten, Reportagen und Kommentaren beliefern, darunter die "Braunschweiger Zeitung", die "WAZ" und das frische akquirierte "Hamburger Abendblatt". Im Gegenzug werden die "Berliner Morgenpost" und das "Hamburger Abendblatt" weiterhin Beiträge für den Lokalteil der "Welt" liefern.

Bestehende Mantelredaktionen bedroht

Einen reibungslosen Ablauf der Content-Zusammenarbeit soll Springers Redaktionssystem "Newsgate" garantieren, über das die Redakteure zeitungsübergreifend Einsicht in die Artikel nehmen können. Laut "Handelsblatt" bestärken die bekannt gewordenen Pläne die Angst vor einem Verlust des Informations- und Meinungspluralismus und befeuern die Ängste der Redakteure, dass derzeit bestehende Mantelredaktionen bei Funke-Blättern dem neuen System zum Opfer fallen könnten.

Nächster Schritt hamburg.de

Des Weiteren hat die Axel Springer AG am Montag bekannt gegeben, dass sie sich aus dem TV-Sender Hamburg1 zurückzieht und im Gegenzug ihre Anteile am digitalen Stadtportal hamburg.de von 51 Prozent auf 61,9 Prozent erhöht. Auch hier ist laut Jens Müffelmann, dem Leiter des Geschäftsführungsbereichs Elektronische Medien der Axel Springer AG, das digitale Wachstum der Antrieb: "Wir wollen das führende digitale Medienunternehmen werden. Diesen Anspruch haben wir auch für unsere digitalen Aktivitäten in den Regionalmärkten. Vor diesem Hintergrund erfolgt unser Engagement bei hamburg.de konsequent entlang unserer Digitalisierungsstrategie". (red, derStandard.at, 30.7.2013)

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