Set-Top-Box: Intel verzichtet auf Gesichtserkennung

30. Juli 2013, 11:52
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Chiphersteller will aus Privatsphäre-Bedenken das Feature nicht implementieren

Intels geplante Set-Top-Box wird vorerst ohne Gesichtserkennung auf den Markt kommen. Der Chiphersteller kündigte bereits zu Jahresbeginn an, eine Set-Top-Box zu entwickeln, die die Wohnzimmer erobern soll. Die Kamera, die zur Gesichtserkennung dienen sollte, wird aber aus Privatsphäre-Bedenken und Entwicklungsschwierigkeiten nicht implementiert werden, wie "The Verge" berichtet.

Bedenken hinsichtlich Privatsphäre

Die Information stammt vom Intel-Manager Erik Huggers, der dem "Wall Street Journal" mitteilte, dass die geplante Kamera für die Set-Top-Box unter schlechteren Lichtverhältnissen nicht so funktioniert, wie es vorgesehen war. Zudem äußerte er auch die Bedenken, die das Unternehmen hinsichtlich Privatsphäre hat. Zunächst war die Gesichtserkennung geplant, um Zuseher US-weit Programme gemeinsam schauen zu lassen und ihnen persönliche Empfehlungen zu liefern.

Marktstart Ende des Jahres

Ausgestrahlte Programme sollen von dem System aufgenommen und auf einer Server-Farm für mehrere Tage gespeichert werden. Jede Sendung soll so den Usern auf Abruf zur Verfügung gestellt werden. Neben dem zuerst vorgesehenen Gesichtserkennungs-Feature soll die Set-Top-Box auch über Stimmenerkennung verfügen. Das System soll jetzt mit 2.500 Intel-Mitarbeitern in drei verschiedenen Entwicklungsstadien getestet werden und etwa Ende des Jahres in den USA auf den Markt kommen. (red, derStandard.at, 30.7.2013)

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    Intel will vorerst auf Gesichtserkennung in der geplanten Set-Top-Box verzichten

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