Ermittlungen nach tödlichem Unfall auf Bahnübergang in Niederösterreich

30. Juli 2013, 11:04
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Blinkanlage des Bahnübergangs war wegen Baustelle ausgeschaltet

Wieselburg - Nach einem tödlichen Unfall in Wieselburg (Bezirk Scheibbs) ermittelt nun die Staatsanwaltschaft St. Pölten wegen fahrlässiger Tötung, berichtete der ORF Niederösterreich. Auf einer Eisenbahnkreuzung war am Montagvormittag ein 55-Jähriger mit seinem Pkw von einem führerlosen Güterwaggon überrollt worden.

Lenker konnte nicht mit Waggon rechnen

Laut Polizei hatten sich die Bremsen des von den ÖBB bei Arbeiten auf der Erlauftalbahn eingesetzten Schienenfahrzeugs gelöst. Dem "Kurier" zufolge kam der Waggon beim Ankoppeln ins Rollen, weil der untergelegte Keil nicht gehalten hatte. Ob Fahrlässigkeit oder ein Gebrechen vorliegt, werde untersucht, meinte ein Verantwortlicher der zuständigen Bahnbaufirma in der Tageszeitung.

Wegen Sanierungsarbeiten sei der Zugverkehr zwischen Scheibbs und dem Bahnhof Wieselburg seit dem vergangenen Wochenende gesperrt und die Blinkanlage des Bahnübergangs wegen der Baustelle ausgeschaltet gewesen. Mit dem sich nähernden Waggon habe der Lenker nicht rechnen können. (APA, 30.7.2013)

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