Zusammenstoß von Frau und Polizist bei Protest gegen Abschiebung

30. Juli 2013, 10:19
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Die Frau schlug mit dem Gesicht auf Steinstufen auf - Anzeige gegen Polizisten

Seit Sonntag laufen Proteste gegen die Abschiebungen von acht Flüchtlingen, die bislang im Servitenkloster Unterkunft gefunden haben. Montagfrüh um 8:30 Uhr kam es beim Abtransport der Pakistani in Richtung Flughafen Wien vor dem Polizeianhaltezentrum Rossauerlände zu einem Zusammenstoß zwischen einer protestierenden Frau und einem Polizisten. Das Video sorgt für Diskussionen.

Zu sehen ist, wie die junge Frau in Richtung des Tores läuft, aus dem der Bus mit den Flüchtlingen fährt. Nach einigen Sekunden wird sie offenbar von einem Polizisten von der Seite niedergestoßen. Sie fällt hin und landet mit dem Gesicht auf Steinstufen. Laut Chefinspektor Roman Hahslinger handelte es sich dabei um einen unbeabsichtigten Zusammenstoß.

"Auf dem Video ist auch zu sehen, dass sich der Polizist danach sofort um die Frau gekümmert hat. Er hat ihr zudem angeboten, die Rettung zu holen", sagt Hahslinger in einer Stellungnahme gegenüber derStandard.at. Die Frau habe das jedoch abgelehnt und wollte auch ihren Namen nicht nennen, so Hahslinger.

"Der Beamte hatte Schmerzen in der Schulter, es ist also anzunehmen, dass auch die Frau etwas gespürt hat", sagt der Sprecher auf Anfrage, ob die Frau sichtbare Verletzungen hatte. Es habe sich jedenfalls keine verletzte Frau danach gemeldet. Der Vorfall werde nun geprüft. 

Sachverhaltsdarstellung wegen Körperverletzung

Der Verein "Resistance for Peace" hat bei der Staatsanwaltschaft Wien am Dienstag eine Sachverhaltsdarstellung wegen Körperverletzung eingebracht. In dem Video sei klar zu sehen, dass der Beamte der Frau einen Stoß versetzt hat, heißt es darin. (jus/APA, derStandard.at, 30.7.2013)

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