Bene baut in Österreich 100 Mitarbeiter ab

30. Juli 2013, 11:25
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Der finanziell angeschlagene Büromöbelhersteller erwartet einen um fast 20 Prozent niedrigeren Jahresumsatz von 175 Millionen Euro

Wien / Waidhofen a. d. Ybbs - Der finanziell angeschlagene börsennotierte Büromöbelhersteller Bene baut weltweit 150 Mitarbeiter ab, 100 davon in Waidhofen an der Ybbs. Insgesamt habe man in den vergangenen Monaten zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um die Konzernsanierung zu bewerkstelligen, hieß es am Dienstag in einer Aussendung. Die Verhandlungen mit finanzierenden Banken befinden sich demnach in der Endphase. Der Umsatz bricht heuer ein.

Für das laufende Geschäftsjahr wird wegen der Straffung der Gruppe nur mehr ein Umsatz von 175 Millionen Euro angepeilt, nachdem dieser im Jahr davor nach vorläufigen Zahlen 213,6 Millionen Euro betragen hatte.

Produktion zurückgefahren

Von den 100 Stellen, die in Waidhofen wegfallen, sind 45 in der Produktion und der Rest in Backoffice, Verwaltung und Vertriebsunterstützung angesiedelt. Das sagte der Finanzvorstand der finanziell angeschlagenen und mitten in der Restrukturierung steckenden Bene AG, Rudolf Payer. Am Hauptsitz des Möbelherstellers werden dann noch 600 Leute Arbeit finden. Weitere 50 Stellen werden weltweit an Vertriebsstandorten, nicht aber an den Vertriebsstandorten in den Bundesländern Österreichs abgebaut.

Ziel ertragsstarker Aufträge

Ausfluss des Sanierungskonzeptes sei weiters der Fokus der Bene AG, "nunmehr ausschließlich auf Märkte mit hohem Wachstumspotenzial und auf ertragsstarke Aufträge" zu setzen. Die Standorte würden weiters einer "tiefgehenden Analyse" unterzogen - dabei werden unrentable, insbesondere internationale Vertriebsstandorte, zurückgefahren.

"In Russland und England arbeiten wir sehr profitabel - aber auch der Heimmarkt Österreich gibt Stabilität", so Payer.

Banken helfen aus

Verhandlungen mit den finanzierenden Banken befänden sich in der Endphase und würden zeitnah beendet - womit die Bene-Sanierung "plangemäß" verlaufe. "Die Vereinbarung mit den Banken wird in den kommenden Tagen stehen", so Payer. Nennen wollte der Bene-Finanzvorstand die Banken allerdings nicht. Laut Medienberichten handelt es sich in erster Linie um Raiffeisen und die Erste Bank.

Mit Stand 30. April heuer beschäftigte die Bene AG an 82 Standorten in 35 Ländern insgesamt 1.343 Mitarbeiter. (APA, 30.7.2013)

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