Proteste gegen Kundgebung in Litauen

29. Juli 2013, 10:47
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28 Personen festgenommen - TeilnehmerInnen der "Baltic Pride"-Parade forderten mehr Toleranz im katholisch geprägten Litauen

Vilnius/Riga - Begleitet von starken Gegenprotesten haben in Litauen rund 500 Menschen unter massivem Polizeischutz für die Rechte für Lesben und Schwule demonstriert. Mit Regenbogenfahnen forderten die TeilnehmerInnen der "Baltic Pride"-Parade mehr Toleranz gegenüber Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen im katholisch geprägten Litauen ein. Die frühere Sowjetrepublik hatte am 1. Juli den EU-Ratsvorsitz übernommen.

Ein Großaufgebot der Polizei sicherte den Umzug vor Übergriffen zahlreicher GegendemonstrantInnen, die schwulen- und lesbenfeindliche Parolen riefen und vereinzelt mit Eiern warfen. Größere Zwischenfälle gab es nach Polizeiangaben nicht. 28 Personen wurden festgenommen, darunter auch ein Mitglied des litauischen Parlaments, meldeten örtliche Medien.

Homosexualität ist in der litauischen Gesellschaft bis heute ein Tabuthema. Schwule und Lesben sind immer wieder sozialer Isolation und offenen Anfeindungen bis hin zu Gewalt ausgesetzt. (APA, 29.7.2013)

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