USA ziehen bei E-Autos Deutschen davon

29. Juli 2013, 10:36
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Experte Dudenhöffer beklagt fehlenden politischen Rahmen

Duisburg/Berlin - Deutschland hinkt nach Erkenntnissen des Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer beim Verkauf von Elektroautos im internationalen Vergleich deutlich hinterher. Als Beispiel nennt Dudenhöffer in einer Untersuchung den Vergleich von Verkäufen wichtiger Modelle, die sowohl in den USA als auch in Deutschland angeboten werden. Demnach wurden im ersten Halbjahr 2013 in den USA 35 mal mehr dieser E-Autos ausgeliefert wie in Deutschland. Der Pkw-Markt der USA ist demnach fünfmal so groß wie der deutsche.

BMW probiert es

Der Experte beklagt, dass in Deutschland der politische Rahmen trotz serienreifer und alltagstauglicher Technik fehle. "Steuert die Politik beim Elektroauto in Deutschland nicht um, wird Deutschland internationales Schlusslicht bei Elektromobilität bleiben", so Dudenhöffer. Ähnliches dürfte auch in Österreich gelten.

BMW präsentiert an diesem Montag in New York, Peking und London den ersten Wagen seiner Elektromarke BMWi (hier geht es zur Ansichtssache). Der i3 soll im November bei den Händlern stehen - und ist für BMW ein wichtiger Hoffnungsträger. Die Münchner wagen mit der kompletten Neuentwicklung den Schritt auf den noch immer kleinen Markt für E-Autos. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen.

Autofirmen setzen auf Kauflust

Für den gesamten Markt rechnet die deutsche Autoindustrie nicht mit einer schnellen Erholung der Nachfrage in Europa. Der westeuropäische Pkw-Markt werde zurückkommen, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, dem "Tagesspiegel". "Niemand kann aber heute sagen, wann genau das sein wird." (APA, 29.7.2013)

  • Made in USA, sold in USA: Tesla, die Ikone der E-Autos.
    foto: derstandard.at/sussitz

    Made in USA, sold in USA: Tesla, die Ikone der E-Autos.

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