Börsen in Fernost schließen mehrheitlich schwächer

29. Juli 2013, 11:49
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mehrheitlich im Minus geschlossen. Die deutlichsten Kursverluste gab es in Tokio zu verzeichnen, wo der Nikkei-225 Index wieder unter 14.000 Punkte rutschte und um 468,85 Zähler oder 3,32 Prozent schwächer bei 13.661,13 Punkten schloss.

Auch der Hang Seng Index in Hongkong ermäßigte sich um 118,80 Zähler (minus 0,54 Prozent) auf 21.850,15 Einheiten. Der Shanghai Composite gab um 34,54 Punkte oder 1,72 Prozent auf 1.976,31 Punkte ab.

Ein kleines Plus konnten jeweils die Märkte in Singapur und Sydney aus dem Handel retten. Während der FTSE Straits Times Index bei 3.236,97 Zählern mit einem minimalen Aufschlag von 0,87 Punkten oder 0,03 Prozent schloss, legte der All Ordinaries Index in Sydney 4,1 Zähler oder 0,08 Prozent auf 5.027,90 Einheiten zu.

Ein etwas erstarkter Yen setzte japanische Exportwerte unter Druck. Dementsprechend fielen Nissan Motors um 5,01 Prozent auf 1.042,0 Yen und Sharp büßten klare 6,03 Prozent auf 421,0 Yen ein.

Daneben rückte in Tokio die jüngste Rede des Notenbankchefs Haruhiko Kuroda in den Fokus. Angesichts des hohen Schuldenbergs drängt die Bank of Japan (BoJ) auf eine Anhebung der Umsatzsteuer und reagierte damit auf Berichte, wonach Ministerpräsident Shinzo Abe Alternativen zum bisherigen Plan untersuchen lässt, der bis 2014 eine Vordopplung der Umsatzsteuer auf dann zehn Prozent vorsieht.

In China sorgte indessen ein langsameres Gewinnwachstum speziell bei Industriekonzernen für Zurückhaltung unter den Anlegern. Zudem belastete die Nachricht, dass China versuche, den Kreditboom zu zügeln, und dafür nun die ausufernden Schulden seiner lokalen Regierungen unter die Lupe nimmt.

Unter den schwachen chinesischen Daten litten auch Öl- und Kupferpreise, was wiederum für Kursverluste bei Rohstoffaktien sorgte. So fielen Jiangxi Copper um 2,16 Prozent auf 13,62 Hongkong Dollar, Aluminum Corp gaben 2,68 Prozent auf 2,54 Hongkong Dollar nach und Cnooc-Aktien verloren 1,54 Prozent auf 14,06 Hongkong Dollar.

In Sydney ermäßigten sich Rio Tinto um 0,23 Prozent auf 57,11 Euro. Für umgerechnet 617 Mio. Euro verkauft der unter Spardruck stehende Bergbaukonzern eine australische Kupfermine an einen chinesischen Konzern. Mit dem Käufer China Molybdenum sorgt es für eine Überraschung. (APA, 29.7.2013)

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