Irak: 700 Tote bei Gewaltakten im Juli

29. Juli 2013, 16:00
67 Postings

62 Tote bei landesweiter Anschlagsserie

Bagdad - Bei einer landesweiten Anschlagserie im Irak sind am Montag nach Angaben von Polizei und Krankenhäusern mindestens 62 Menschen getötet worden. Insgesamt seien 17 Autobomben auf belebten Marktplätzen und Straßen gezündet worden. Die offenbar koordinierten Anschläge seien zumeist im schiitischen Süden des Landes oder in anderen hauptsächlich von Schiiten bewohnten Gegenden verübt worden. 

Die Gewalt hatte im Irak in jüngster Zeit wieder zugenommen. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden seit Anfang Juli in dem Land mehr als 700 Menschen bei Gewalttaten getötet. Damit ist der Juli der Monat mit den meisten Toten im laufenden Jahr.

Seit Jahresbeginn kamen im Irak der Beobachtergruppe Iraq Body Count zufolge annähernd 4.000 Menschen bei Anschlägen und sonstigen Gewalttaten um. Die eskalierende Gewalt wird durch die Spannungen zwischen Sunniten, Schiiten und Kurden angefacht. Auch der Bürgerkrieg im benachbarten Syrien, wo die verfeindeten Lager zum Teil durch Schiiten und Sunniten aus der Irak unterstützt werden, trägt zur Destabilisierung des Landes bei. (APA, 29.7.2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ausgebranntes Fahrzeug in Basra.

Share if you care.