Archäologen finden abgeschlagenen Schädel eines Menschenopfers

28. Juli 2013, 16:03
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Fund aus aztekischer Zeit noch nicht eingeordnet - Einzelopfer oder Teil eines Massenrituals möglich

Mexiko-Stadt - Wissenschafter haben in Mexiko-Stadt die Überreste eines geopferten Menschen aus aztekischer Zeit entdeckt. Der abgeschlagene Schädel war in ein Gefäß gebettet, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) mit. Die Opfergabe sei Schätzungen zufolge 500 Jahre alt.

 

Gefunden wurde der Schädel am Fuße des Templo Mayor, des wichtigsten Tempels der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán, an deren Stelle sich das heutige Mexiko-Stadt befindet. Die einst 60 Meter hohe Tempelpyramide mit ihren zwei Götterschreinen auf der Spitze wurde in mehreren Etappen bis zur Zerstörung durch die Spanier im Jahr 1521 immer weiter ausgebaut und war das religiöse, politische und wirtschaftliche Zentrum des Reiches.

Der Schädel dürfte von einem jungen Kriegsgefangenen stammen, der zu Ehren der Götter geköpft worden sei, sagte der Archäologe Salvador Guilliem. In den kommenden Wochen solle mit weiteren Ausgrabungen geklärt werden, ob es sich um eine einzelne Opfergabe oder um einen Teil eines größer angelegten Rituals handelte. (APA/red, derStandard.at, 28. 7. 2013)


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INAH

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    Der in einem Gefäß aufbewahrte Schädel ist laut Archäologen etwa 500 Jahre alt.

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