Kein Halbfinale für Zaiser und Brandl

28. Juli 2013, 13:52
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Österreichs Schwimmer schöpfen ihr Potential beim Auftakt in Barcelona nicht aus

Barcelona - Lisa Zaiser und David Brandl sind am Sonntag bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Barcelona unter ihren Möglichkeiten geblieben. Zaiser kam in den Vorläufen über 200 m Lagen auf 2:14,85 Minuten und verpasste damit als 21. das in ihrer Paradedisziplin durchaus im Bereich des Machbaren befindliche Halbfinale um 87/100 Sekunden. Brandl blieb über 400 m Kraul in 3:51,98 mehr als vier Sekunden über seinem österreichischen Rekord und schied ebenfalls aus.

Der 26-jährige Brandl ist der Routinier im fünköpfigen Aufgebot. Für ihn stehen bis Dienstag nun noch die 200 m und 800 m Kraul auf dem Programm. Die 18-jährige Zaiser gilt als eine der großen österreichischen Hoffnungsträgerinnen, zuletzt gewann sie bei den Staatsmeisterschaften gleich fünf Einzel-Titel. Das Lagen-Semifinale war der Kärntnerin durchaus zuzutrauen, am Donnerstag über 200 m Brust und am Freitag über 50 m Delfin ist ein Aufstieg hingegen außer Reichweite.

Zaisers Bestleistung vom Juni steht auf 2:13,65, das hätte locker zum Weiterkommen gereicht. Unmittelbar nach ihrem Rennen zeigte sie sich etwas ratlos. "Ich habe mich extrem gut und schnell gefühlt, dachte, das wird bestimmt eine persönliche Bestzeit", so die Olympia-19. An ihrem Lauf hatte sie kaum etwas auszusetzen. "Es war eines der seltenen Rennen, wo ich alle vier Wenden hundertprozentig erwischt habe, auch der Start war sehr gut." Zaiser ließ sich aber dennoch nicht beirren: "Ich weiß, was ich kann und kenne mein Potenzial."

Russlands Synchronschwimmerinnen räumen ab

Für die Synchronschwimmerinnen ist Barcelona 2013 schon wieder vorbei, dominiert haben - wie es Tradition ist - die Russinnen. Das Team um die herausragende Swetlana Romaschina holte in sieben Wettbewerben siebenmal Gold. Romaschina gewann vier Titel und schraubte ihre Zahl an WM-Siegen auf 14.

Zum Abschluss am Samstagabend verzückten die Russinnen einmal mehr. In der Freien Kombination gewannen sie vor Gastgeber Spanien und der Ukraine. Die Spanierinnen waren es auch gewesen, die Russland 2009 in Rom letztmals schlagen konnten. Zu den großen WM-Gewinnerinnen zählte aber auch die in Barcelona geborene Ona Carbonell. Sie schwamm sich in sieben Wettbewerben zu sieben Medaillen: dreimal Silber und viermal Bronze. Die Wienerin Nadine Brandl belegte in der Technischen Kür Finalrang 15, in der Freien Kür wurde sie 17. (red - 28.7. 2013)

Vorlauf- Ergebnisse, 15. Langbahn-Weltmeisterschaften der Schwimmer:

DAMEN: 200 m Lagen (Top 16 im Semifinale/44 Teilnehmerinnen): 1. Katinka Hosszu (HUN) 2:08,45 Minuten. Weiter: 21. Lisa Zaiser (AUT) 2:14,85 (0,87 Sekunden an Aufstieg vorbei)

HERREN: 400 m Kraul (Top 8 im Finale/48): 1. Sun Yang (CHN) 3:44,67. Weiter: 19. David Brandl (AUT) 3:51,98 (4,12 Sekunden an Aufstieg vorbei)

Link: Alle Ergebnisse der Vorlauf-Session

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    Lisa Zeiser auf der Rückenlage.

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