Friede Springer: "Das Alte ist vergangen, wirklich vergangen"

28. Juli 2013, 11:15
2 Postings

Zeitungsverkauf war "unumgänglich" - Logische Konsequenz aus der Entwicklung des Marktes

Berlin - Der Verkauf von Regionalzeitungen und Zeitschriften des Springer-Verlags war nach Ansicht der Hauptaktionärin Friede Springer "unumgänglich". Die Entscheidung sei schwer gefallen, sie sei aber auch eine logische Konsequenz aus der Entwicklung des Marktes gewesen, sagte Springer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ("F.A.S.") zu dem spektakulären Deal.

Sie verfolge die Entwicklung auf dem Zeitungsmarkt seit Jahren und sehe die täglichen Zahlen, sagte die Verlegerin. Mit Blick auf die Geschichte des Verlagshauses fügte sie hinzu: "Das Alte ist vergangen, wirklich vergangen".

Der Springer-Medienkonzern verkauft wie berichtet für insgesamt 920 Millionen Euro seine Regionalzeitungen "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" sowie seine Programm- und Frauenzeitschriften an die Funke Mediengruppe aus Essen, die unter anderem die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" herausgibt.

Bestandsgarantie für "Bild" und "Welt"

Springer wolle an den verbliebenen Titeln "Bild" und "Welt" festhalten, betonte die Verlegerin. "Solange ich als Mehrheitsaktionärin hier etwas zu sagen und mitzubestimmen habe, werden die Welt- und die Bild-Gruppe nicht angetastet." Beide Zeitungen sollten vielmehr gestärkt werden. (APA, 28.7.2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Friede Springer: Verkauf schwere Entscheidung, aber entspricht Logik des Marktes.

Share if you care.