Libysche Regierung wird nach Protesten umgebildet

27. Juli 2013, 20:53
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Regierungschef Zeidan: Zahl der Ministerien soll reduziert werden

Tripolis - Angesichts der gewaltsamen Proteste gegen die Islamisten soll nun in Libyen die Regierung umgebildet werden. Die Zahl der Ministerien solle reduziert werden, um eine bessere Leistung in der derzeitigen Lage zu erreichen, sagte Regierungschef Ali Zeidan am Samstag. Die Ermordung eines prominenten Kritikers der Muslimbruderschaft hatte in mehreren libyschen Städten Proteste ausgelöst. In der ostlibyschen Stadt Bengasi, wo am Freitag der Anwalt Abdelsalam al-Mosmari nach einem Moschee-Besuch aus dem Hinterhalt erschossen worden war, demonstrierten Hunderte gegen die Muslimbruderschaft. Sie setzten zwei Gebäude in Brand, eines der Bruderschaft und eines ihrer Partei JCP. In der Hauptstadt Tripolis zogen Demonstranten auf den Platz der Märtyrer. Zudem stürmten Jugendliche die Zentrale der JCP in der Hauptstadt, verwüsteten sie und zogen dann weiter zur Zentrale der größten Partei, der liberalen NFA.

In Libyen ist die massive Gewalt zwei Jahre nach dem Sturz von Machthaber Muammar Gaddafi ein großes Problem beim Wiederaufbau des Landes. In Benghazi waren am Freitag auch zwei Angehörige des Militärs erschossen worden. (APA/Reuters27.7.2013)

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    Ali Zeidan baut seine Regierung um.

     

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