Verbalduell zwischen Vettel und Alonso

27. Juli 2013, 11:19
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Spanier: "Jeder Pilot ist schnell in einem Red Bull" - Deutscher: "Ferrari auch keine Rostlaube"

Sebastian Vettel hat einen Angriff seines Dauerrivalen Fernando Alonso gekontert, der die Erfolge des dreimaligen Champions zum wiederholten Mal auf dessen starken Red-Bull-Boliden zurückgeführt hatte. "In den vergangenen Jahren war Ferrari ja auch nicht in einer Rostlaube unterwegs, sie haben uns 2010 und 2012 ein hartes Duell geliefert. So groß kann der Unterschied also nicht sein", sagte der 26-Jährige vor dem Großen Preis von Ungarn (14 Uhr/RTL und Sky) im Gespräch mit der offiziellen Internetseite Formula1.com.

"Ich weiß, wie viel Arbeit hinter den Erfolgen steckt, deshalb haben seine Aussagen keine Bedeutung für mich. Natürlich haben wir ein starkes Paket, aber das fällt ja nicht vom Himmel. Wer so etwas sagt, sollte erstmal auf seine eigene Situation schauen und versuchen, sie zu verbessern", sagte Vettel.

Ferrari-Pilot Alonso, derzeit mit 34 Punkten Rückstand auf Vettel Zweiter im WM-Klassement, hatte sich zuvor über ungleiche Voraussetzungen beklagt. "Einfach jeder Fahrer, den man in einen Red Bull setzt, ist sehr schnell. Wir haben das zuletzt beim Young Driver Test in Silverstone gesehen", sagte Alonso und bezog sich damit auf den starken Auftritt von Toro-Rosso-Pilot Daniel Ricciardo (Australien): "Es ist ein Fakt, dass das Auto besser ist als alle anderen."

"Die Dinge haben sich geändert"

Die mangelnde Anerkennung durch Kollegen wie Alonso und Lewis Hamilton  störe ihn allerdings nicht, sagte Vettel. "Das ist mir nicht besonders wichtig", sagte er: "Ich fühle mich seit meinem ersten Jahr bei Toro Rosso respektiert. Als ich angefangen habe, waren natürlich Piloten wie Fernando und Lewis an der Spitze. Aber seitdem haben sich die Dinge geändert."

Zudem wies der Weltmeister noch einmal Gerüchte zurück, er sei der Grund für den Abschied seines Stallrivalen Mark Webber (Australien) zum Saisonende. "Das zu glauben, wäre sehr kindisch", sagte Vettel: "Er hat sein Schicksal selbst in der Hand und hätte bei uns bleiben können." Der Eindruck, Webber habe bei Red Bull wegen Vettels Vorherrschaft stets einen schweren Stand gehabt, sei "sehr falsch". (sid, 27.7.2013)

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    Sebastian Vettel lässt sich seine Siege nicht wegschwatzen.

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