Mindestens sechs Tote bei Bombenanschlag auf den Philippinen

27. Juli 2013, 10:44
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Dutzende Verletzte - Politiker unter Todesopfern

Manila - Bei einem Bombenanschlag auf ein Restaurant im Süden der Philippinen sind in der Nacht auf Samstag sechs Menschen getötet worden. 28 Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Sprengsatz detonierte um Mitternacht in einem mit rund 100 Menschen besetzten Restaurant der Hafenstadt Cagayan de Oro. Wer hinter dem Anschlag steckte, blieb zunächst offen.

Die Stadt liegt auf der südlichen Insel Mindanao, auf der sich Extremisten der muslimischen Minderheit seit Jahrzehnten gegen die katholische Dominanz erheben. Unter den Todesopfern ist laut Polizeiangaben ein Kommunalpolitiker. Unter den Verletzten seien zahlreiche Vertreter der Pharmaindustrie, die in dem Restaurant feierten, sagte ein Polizeisprecher.

Islamistische Gruppen, darunter die Islamische Befreiungsfront von Moro (MILF), kämpfen seit den 70er-Jahren für einen unabhängigen Staat auf der Insel. Dem Konflikt sind nach Schätzungen 150.000 Menschen zum Opfer gefallen. Im vergangenen Oktober unterzeichneten die MILF und die Regierung von Präsident Benigno Aquinos ein vorläufiges Waffenstillstandsabkommen. Ein Friedensvertrag soll bis zum Auslaufen von Aquinos Amtszeit in drei Jahren ausgehandelt werden. (APA, 27.7.2013)

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