Ariane bringt größten europäischen Satelliten für Telekommunikation ins All

26. Juli 2013, 12:32
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Alphasat hat auch Demonstrationssysteme für die ESA an Bord

Kourou/Paris - Eine Ariane-Rakete hat den bisher größten europäischen Telekommunikationssatelliten ins All gebracht. Der rund 6,7 Tonnen schwere Alphasat hat vor allem neue Kommunikationstechnik für den britischen Mobilfunkdienstleister Inmarsat an Bord, wie das Raumfahrtunternehmen Astrium mitteilte. Sie soll zusätzliche Kapazitäten schaffen und ganz Europa, Asien und Afrika sowie den Nahen Osten abdecken.

Die rund 50 Meter hohe Trägerrakete vom Typ Ariane 5 hob am Donnerstagabend problemlos vom Weltraumbahnhof Kourou im südamerikanischen Französisch-Guayana ab. Nach rund halbstündigem Flug setzte sie Alphasat aus. Ebenfalls in der Rakete war der indische Wettersatellit Insat-3D.

Details zu Alphasat

Alphasat befördert neben modernster Funktechnologie für Inmarsat auch vier Demonstrationssysteme für die europäische Weltraumorganisation ESA. Darunter ist ein Laser-Kommunikationsterminal, das im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) von Tesat-Spacecom entwickelt wurde. Das nahe Stuttgart gebaute Gerät soll der Vorbereitung des europäischen Datenrelaisübertragungssystems (EDRS) dienen und sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen der erdnahen Umlaufbahn (LEO) und der geostationären Umlaufbahn (GEO) ermöglichen. Damit könnten Erdbeobachtungsdienstleistungen erheblich verbessert werden.

Alphasat ist auf einer neuen Satellitenplattform mit dem Namen Alphabus aufgebaut. Sie eignet sich für Missionen mit einer Satellitenstartmasse von bis 8,8 Tonnen und ist nach Angaben von Astrium die derzeit leistungsfähigste Plattform auf dem Markt. Alphasat hat mit seinen Solarzellen eine Spannweite von 40 Metern und soll mindestens 15 Jahre im All arbeiten können. (APA/red, derStandard.at, 26. 7. 2013)

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