Tolokonnikowa bleibt weiter hinter Gittern

26. Juli 2013, 11:12
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Der Antrag des Pussy-Riot-Mitglieds wurde erneut abgelehnt - Sie will vor den Obersten Gerichtshof ziehen

Moskau - Ein russisches Berufungsgericht hat am heutigen Freitag die vorzeitige Haftentlassung eines Mitglieds der Kreml-kritischen, feministischen Punkband Pussy Riot abgelehnt. Der Antrag von Nadjeschda Tolokonnikowa war bereits im Mai in erster Instanz abgelehnt worden. Das Berufungsgericht in Saransk folgte am Freitag dieser Entscheidung. Bereits am Mittwoch war Tolokonnikowas Kollegin Maria Aljochina mit einem ähnlichen Gesuch im Berufungsverfahren gescheitert.

In der Gerichtsverhandlung hatte die 24-jährige Aktivistin am Freitag neuerlich ihre Unschuld beteuert. "Ich bekämpfe das Urteil in allen Punkten und werde diesen Fall bis zum Obersten Gerichtshof Russlands tragen", sagte sie im Gericht rund 650 Kilometer östlich von Moskau, wo sie ihre zweijährige Haftstrafe verbüßt. Tolokonnikowa berichtete, dass sie tausende Briefe von Unterstützern erhalten habe.

Punkgebet als "Rowdytum"

Tolokonnikowa war mit ihrer Bandkollegin Aljochina im Februar 2012 nach einem Auftritt mit ihrem Punkgebet gegen den heutigen Staatschef Wladimir Putin zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Das dritte ursprünglich zu Haft verurteilte Pussy-Riot-Mitglied, Jekaterina Samuzewitsch, kam im Oktober auf Bewährung frei. Im August 2012 wurden die feministischen Aktivistinnen wegen "Anstachelung zu religiösem Hass" und "Rowdytums" verurteilt. (APA, 26.7.2013)

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    Nadjeschda Tolokonnikowa will vor das Oberste Gericht Russlands ziehen - ihr Antrag auf Freilassung wurde erneut abgelehnt.

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